Kroatien eignet sich perfekt für einen ausgiebigen Roadtrip mit dem Camper. Wunderschöne Strände, klare Buchten, türkisfarbene Wasserfälle, viel Kultur und charmante Altstädte. All das lässt sich perfekt mit dem Van erkunden. In diesem Beitrag zeigen wir dir unsere Kroatien Route mit dem Camper, Sehenswürdigkeiten und Tipps und Infos zum Freistehen.
Freistehen mit dem Van in Kroatien
Das Freistehen ist in Kroatien, wie in vielen Ländern Europas, leider offiziell verboten. Falls man erwischt wird drohen teilweise hohe Geldstrafen und besonders an den Küstengebieten und in touristischen Regionen wird das auch kontrolliert. Die Campingplätze kosten je nach Saison, Region und Ausstattung zwischen 20€ bis 60€ die Nacht. Viele Campingplätze sind sehr schön und liegen direkt an Olivenbäumen mit Blick auf das Meer. Einige Male haben wir tatsächlich keinen freien Platz mehr bekommen, da der Campingplatz schon ausgebucht war. Die scheint aber eher bei besonders beliebten Plätzen der Fall zu sein.
Wir müssen zugeben: wir haben auf unserem Kroatien Roadtrip mit dem Camper trotzdem ein paar Nächte frei gestanden. Wir haben die Plätze in der App Park4night sorgfältig ausgewählt, Kommentare gelesen und uns dann vor Ort den Platz angeschaut und entschieden. Und ist wichtig, dass wir:
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- niemanden stören
- natürlich keinen Müll hinterlassen
- den Einheimischen keine Pakplätze wegnehmen
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Im Landesinneren ist das Freistehen generell etwas einfacher und entspannter. Entlang der Küste haben wir ebenfalls schöne und versteckte Spots gefunden, aber die meiste Zeit waren wir auf Campingplätzen. Trotzdem möchten wir betonen, dass das Freistehen offiziell verboten ist und es zu Kontrollen kommen kann.
Unsere Route durch Kroatien mit dem Camper
Kroatien gehört seit 2013 zur EU und bezahlt wird hier in Euro. Die Preise sind mittlerweile recht ähnlich zu Mitteleuropa, in touristischen Hotspots wie Split und Dubrovnik teils auch darüber. Von Slowenien aus geht es für uns über die Grenze nach Kroatien. Bei manchen Autobahnen in Kroatien muss man Maut bezahlen, diese kann aber immer vor Ort mit der Karte bezahlt werden. Wir sind mit unserem Van zwei Wochen durch Kroatien gefahren, vom Norden bis ganz runter in den Süden. Danach ging es für uns weiter nach Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien.
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Flugzeugkaverne Željava
Die ehemalige Flugzeugkaverne Željava befindet sich in der Nähe der Plitvicer Seen, an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Dabei handelte es sich um einer der größten unterirdischen Militärflugplätze Europas und wurde während des Kalten Krieges im ehemaligen Jugoslawien gebaut. Heute ist die verlassene Basis ein faszinierendes Relikt vergangener Zeiten und ein bekannter Lost Place. Ganz in der Nähe von der Flugzeugkaverne finden wir einen schönen Schlafplatz, denn am nächsten Morgen geht es für uns von hier zum Nationalpark Plitvicer Seen.

Nationalpark Plitvicer Seen
Die Plitvicer Seen wurden 1949 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und ist der älteste und bekannteste Nationalpark Kroatiens. Das 300.000 h große Gebiet ist nicht ohne Grund so bekannt, allerdings ist es hier im Sommer auch sehr überlaufen. Mitten in einem dichten Wald liegen die namensgebenden Seen, die durch viele Wasserfälle miteinander verbunden sind.
Wie in Kroatien üblich, wird für den Eintritt in den Nationalpark ein Eintritt verlangt. In der Hauptsaison kostet der Eintritt stolze 40€ pro Person, nicht gerade günstig. Damit es auf den schmalen Stegen und Wegen nicht zu voll wird, wird pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tickets verkauft. Trotz der Beschränkung ist es in dem Nationalpark sehr voll, vor allem an den Wasserfällen wirst du nicht alleine sein. Plane deinen Besuch deshalb am besten im Voraus – besonders in den Sommermonaten kann es sonst schwierig sein, spontan ein Ticket zu bekommen. Wir haben unsere Tickets online auf dieser Seite gekauft: Ticket kaufen

Wir haben während unserer Weltreise zwar schon viele wunderschöne Wasserfälle gesehen, wie in Costa Rica oder Mexiko, aber trotzdem möchten wir dieses Naturwunder in Kroatien nicht verpassen. Es gibt zwei Eingänge in den Nationalpark und wir entscheiden uns für den weniger frequentierten Eingang 2. Von dort starten verschiedene Wanderwege und Routen durch den Nationalpark. Wir sind direkt nach der Öffnung da und haben das Glück, die erste Stunde fast alleine zu sein. Früh kommen lohnt sich also! Die vielen türkisblauen Seen und Wasserfälle sowie der dichte Wald sind wirklich wunderschön.
Auch bei dem langen Rundweg um die Seen sind wir oft alleine. Die meisten Besucher entscheiden sich scheinbar nur für einen kurzen Fußweg und nehmen dann lieber die Elektrofähre, welche in dem Eintrittspreis übrigens kostenlos enthalten ist.
Nationalpark Una
Von dem Nationalpark Plitvicer Seen beschließen wir weiter durch das kroatische Inland zu fahren, Richtung der Grenze zu Bosnien. Unser nächster Stopp auf unserem Kroatien Roadtrip mit dem Camper ist der Una Nationalpark. Dieser befindet sich in Bosnien und Herzegowina und liegt zur anderen Hälfte in Kroatien und ist noch ein richtiger Geheimtipp. Unser Hauptziel ist der Štrbački Buk Wasserfall, welcher sich halb in Kroatien und halb in Bosnien und Herzegowina befindet. Die Ladesgrenze verläuft direkt durch den Fluss und auf beiden Seiten gibt es einen View Point mit toller Aussicht auf den Wasserfall. Wir entscheiden uns auf der kroatischen Seite zu bleiben. So sparen wir uns den Grenzübergang und dazu ist die kroatische Seite bis jetzt auch nur wenig ausgebaut. Wir sind komplett alleine un außer uns ist niemand hier. Auf der bosnischen Seite sind auch nur wenige Leute da. Eintritt kostet der Wasserfall auf der kroatischen Seite übrigens nicht.
Der Wasserfall ist wirklich sehenswert und definitiv ein Geheimtipp. Allzu viel machen kann man hier aber nicht, allerdings gibt es auch noch weitere Wasserfälle in dem Nationalpark. Wenn du genug Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher.
Zrmanja Canyon
Der Zrmanja Canyon liegt in Norddalmatien, zwischen den Orten Obrovac und der Mündung des Flusses Zrmanja. Die Schlucht ist eine der eindrucksvollsten Landschaften Kroatiens: tief eingeschnitten, rau, steile Felswände, türkisblaues Wasser. Der Aussichtspunkt Pariževačka glavica ist einer der meist besuchtesten Orte am Zrmanja Canyon und ein bekannter Drehort der Winnetou-Filme. Wenn man hier steht, fühlt man sich eher wie in den USA und nicht in Kroatien. Neben Aussichtspunkten gibt es neben Wanderungen aber auch noch schöne Wasserfälle und das Kloster Krupa zu entdecken.

Kitesurfen in Nin
Nin ist die älteste Stadt von Kroatien und liegt ca. 15 Kilometer nördlich von Zadar. Die kleine Altstadt von Nin liegt malerisch auf einer kleinen Insel inmitten einer Lagune. Nin gehört zu den wenigen Orten in Kroatien, an denen man Kitesurfen kann. Auch der Strand mit der flachen Lagune ist wirklich sehr schön und eignet sich prima zum Schwimmen. Wir übernachten auf einen kleinen Campingplatz in Nin und bleiben hier zwei Tage. Leider ist der Wind zum Kitesurfen zu schwach, im Frühling und im Herbst sind die Winde etwas verlässlicher.
Traumcamp am Strand
Wir haben Glück und finden einen richtig schönen Schlafplatz, direkt am Meer. Das Grundstück gehört zu einem Restaurant und wenn man dort einkehrt, erlauben die Besitzer auch eine Übernachtung im Camper. Ein toller Deal! Dieses Camp gehört definitiv zu unseren Lieblingsplätzen in Kroatien!

Split
Split gehört zu den bekanntesten Städten Kroatiens und ist eine beliebte Urlaubsregion. Die Stadt an der der dalmatinischen Küste ist unter anderem für die schöne Altstadt sowie für den Palast des Diokletian bekannt. Wir haben Split bei unserem Kroatien Roadtrip mit dem Camper ausgelassen und uns lieber in der Natur aufgehalten. Trotzem ist Split sicherlich sehenswert und einen Zwischenstopp wert.
Schöne Strände bei Krvavica
In Kroatien gibt es eine Vielzahl an wunderschönen Stränden, Inseln und klaren Buchten. Die Makarska Riviera erstreckt sich im Süden Kroatiens entlang der dalmatinischen Küste – zwischen den Orten Brela und Gradac. Auf rund 45 Kilometern reiht sich hier ein traumhafter Strand an den nächsten. Im Hintergrund erhebt sich das mächtige Biokovo Gebirge, dessen Gipfel bis zu 1.762 Meter hoch sind und wie eine beeindruckende Kulisse über der gesamten Küste stehen. An dem Hauptstrand bei Krvavica ist ziemlich viel los, aber geht man etwas weiter, hat man die Buchten komplett für sich alleine.
Drvenik
In der Nähe von dem Ort Drvenik in Süddalmatien machen wir einen Zwischenstopp und suchen uns für eine Nacht einen schönen Campingplatz. Wir fahren mit dem Paddelboard an der Küste entlang, schwimmen im Meer und genießen das schöne spätsommerliche Wetter. Das Wasser ist herrlich klar und würde sich auch gut zum Schnorcheln eignen. Auch die leuchtenden Sonnenuntergänge verzaubern uns jeden Abend auf das neue.

Die old town von Dubrovnik
Anschließend geht es für uns weiter nach Dubrovnik. Dubrovnik ist eine mittelalterliche Stadt, die von einer großen Festung erhalten ist. Da die Campingplätze hier mit ca 70€ sehr teuer sind, schlafen wir auf einem Parkplatz in der Stadt. Hier kann man für 24 Stunden bezahlt parken und auch das Übernachten im Camper ist kein Problem. Zum Glück haben wir in unserem Van ja alles dabei was wir brauchen. Von dem Parkplatz sind wir innerhalb von 20 Minuten in der historischen Altstadt von Dubrovnik, die seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Von der Festung Lovrijenac hat man eine tolle und kostenlose Aussicht auf die Altstadt mit den Festungsmauern.
So früh morgens ist es noch nicht so voll und das Licht ist sehr schön zum Fotografieren. Je später es wird, umso mehr Menschen strömen in die kleine Altstadt und es wird zunehmend unentspannter. Aber in den vielen kleinen Gassen bleibt es schön ruhig und hier kann man in Ruhe Dubrovnik erkunden. Wir sind trotzdem froh, am frühen morgen unterwegs zu sein und um die Mittagszeit gehen wir zurück zu unserem Van.

Fazit zum Kroatien Roadtrip mit dem Camper
Rund zwei Wochen waren wir in Kroatien unterwegs und die Zeit hat uns wirklich gut gefallen. Allerdings ist das Land auch sehr touristisch und es ist teilweise echt voll. Wir waren im September unterwegs und würden die Nebensaison immer vorziehen. Trotzdem gibt es genug ruhige Orte und auch im Hinterland von Kroatien gibt es viel zu sehen. Unser Roadtrip ist noch nicht vorbei, denn für uns geht es nun weiter nach Bosnien und Herzegowina, Montenegro und bis nach Albanien.


















