Am 15 Juni haben wir Neuseeland nach genau einem Jahr wieder verlassen. Wir haben viel erlebt und viel gesehen. Nun ist es an der Zeit fĂŒr ein neues Kapitel! 🙂 Wir mĂŒssen gestehen, dass wir unendlich traurig waren, als wir Australien verlassen mussten. Wir haben uns in Australien wie zu Hause gefĂŒhlt und der Moment des Abschied nehmens fiel uns sehr schwer. Nun haben wir Neuseeland verlassen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das es schon Winter wurde, hat den Abschied fĂŒr uns auf jeden Fall einfacher gemacht. Wir hatten eine tolle Zeit in Neuseeland, aber im Großen und Ganzen hat uns Australien noch besser gefallen. Australien wird wohl fĂŒr immer unser Lieblingsland bleiben und das ist auch nicht schlimm.

Mit Emirates sind wir neun Stunden von Auckland nach Bali geflogen. 

Was wir vorher nicht wussten: das war ein Special Flug! Am 15 Juni ist Emirates zum ersten Mal von Auckland nach Bali geflogen,- mit uns! Unser Highlight des neunstĂŒndigen Fluges war, dass wir ĂŒber Australien geflogen sind. Wir haben sogar Derby von oben gesehen, wo wir fĂŒr vier Monate in einem Roadhouse gearbeitet haben. Genau in diesem Moment ist das Flugzeug durch ein Luftloch (gibt es ĂŒberhaupt Luftlöcher?) geflogen und wir sind ein gutes StĂŒck nach unten gesackt. Ansonsten hatten wir einen sehr angenehmen Flug.

Etwas mĂŒde kamen wir auf Bali ein. Wir sind vier Stunden in die „Vergangenheit“ geflogen und eigentlich war schon 22 Uhr abends. Im Hostel in Jimbaran angekommen wollten wir nur noch eines: duschen, essen und schlafen. Blöd, wenn genau dann das Wasser im Hotel ausfĂ€llt. Ich hatte glĂŒcklicherweise schon geduscht, doch bei Tobi kam kein Wasser mehr aus der Dusche. Also haben wir stattdessen zwei Wasserflaschen fĂŒr ihn genommen, wir kennen ja alle Tricks auch dem Campingalltag 😀 Duschen geht immer, egal ob mit einer Solardusche, Wasserflaschen oder an einem Wasserhahn!

Am nĂ€chsten Morgen haben wir in unserem Hostel Jessica aus Deutschland und Abes aus Ägypten kennen gelernt und sind gemeinsam auf Erkundungstour mit dem Roller gegangen. Dabei haben wir uns auf die Bukit-Halbinsel beschrĂ€nkt, wo es wesentlich ruhiger zugeht als nördlich von Kuta und wo es schöne StrĂ€nde gibt. Gelandet sind wir am Balangan Beach. Es war herrlich wieder im warmen Wasser zu baden und eine frische Kokosnuss zu trinken. Der Sommer in Neuseeland war fĂŒr unseren Geschmack zu kurz und auch etwas zu kalt.

Als die Ebbe kam konnten wir zu Fuß um die Felsen rum zum nĂ€chsten kleinen Strand gesehen. Bei diesem waren wir schon einmal bei unserem ersten Bali Besuch vor drei Jahren.

Leider ist auch das MĂŒllproblem allgegenwĂ€rtig. Diese Menge MĂŒll habe ich am Strand innerhalb zehn Minuten aufgesammelt. Mich macht es unheimlich traurig, wie viel MĂŒll man hier an den StrĂ€nden und im Meer findet. Ich habe mir einfach schon zu viele Videos angesehen, wie Delfine, Schildkröten, Wale, Vögel und andere Meerestiere in Netzen hĂ€ngen oder Plastik fressen und an diesen Folgen sterben. Wir versuchen immer möglichst wenig PlastikmĂŒll zu produzieren, aber wenn man sich die Massen anguckt, die hier liegen… dann weiß man gar nicht mehr, was man alleine dagegen tun soll. Ich muss zugeben, dass ich leidenschaftliche Weltretterin bin,- oder es zumindestens versuche.

Am naheliegenden Sunset Point haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut. Mindestens 20 Paare aus China haben hier ihre Hochzeitsbilder gemacht. Auch hier wieder das verrĂŒckte: ĂŒberall in den GebĂŒschen lag so viel MĂŒll, stört aber nicht das perfekte Foto. Wie ist wohl spĂ€ter die Erinnerung an diesen Ort?

Der Sonnenuntergang war wunderschön und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Nur das laute Rumgerufe der Fotografen fĂŒr die Hochzeitsbilder hat die schöne Stimmung etwas kaputt gemacht.

Am nĂ€chsten Tag sind wir zu dem Uluwatu Tempel gefahren, der an einer SteilkĂŒste auf der Bukit-Halbinsel 70 Meter ĂŒber dem Meer thront. Von hier oben haben wir fĂŒnf Meeresschildkröten im Meer gesehen! Leider hatten wir das Teleobjektiv nicht dabei. Auch hier waren wir vor drei Jahren schon. Damals hat ein Affe Tobi’s Sonnenbrille geklaut. Ein WĂ€rter hat den Affen mit den Steinen beworfen und dieser hat die angeknabberte Sonnenbrille daraufhin wieder rausgerĂŒckt.

An der Tempelanlage sind Affen anzutreffen, die mit der Zeit jegliche Scheu vor den Menschen verloren haben. Einige haben ganz friedlich auf einer Mauer gesessen und sich gegenseitig entlaust.

Einige Affen sind wiederum nicht so freundlich und verhalten sich Menschen gegenĂŒber sehr agressiv. Ein Affe hat einen beliebten Fotoplatz belegt und alle Touristen angefaucht, die sich versucht haben zu nĂ€hern und ist einigen sogar nachgelaufen. Irgendwann ist er von seinem Posten runter und hat den MĂŒll durchsucht. Das war die Gelegenheit um schnell ein Bild zu machen!

Nach dem Tempelbesuch mussten wir erstmal eine Pause im Schatten machen. Die Sonne und die Lufttemperatur hat uns ordentlich Kopfweh beschert. Anschließend haben wir uns auf den Roller geschwungen und sind zu dem Padang Padang Beach gefahren, von dem es zwei zu geben scheint. Wir sind bei dem linken, unbekannten gelandet, was sich als ein echter GlĂŒcksgriff herausstellte. Ein wirklich wunderschöner Strand, vor allem die Farbe vom Wasser ist traumhaft!

Nach drei Tagen auf Bali ging es auch schon zu unserem nÀchsten Ziel: die Nachbarinsel Lombok.

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