Der Nelson Lakes Nationalpark zählt zu einer der schönsten Landschaften Neuseelands. Als Wanderer kommt man hier voll auf seine Kosten. Beim Wandern im Nelson Lakes Nationalpark findet man schroffe Berge, grüne Wiesen und blau-grüne Gletscherseen. 

Zu Beginn unserer Zeit auf der Südinsel sind wir erst am Nelson Lakes Nationalpark vorbei gefahren. Warum? Wir dachten der Nationalpark wäre unspektakulär und wir würden ja noch sooo viel (besseres) sehen. Mittlerweile haben wir rausbekommen, dass es dort sehr schöne Wanderungen gibt und ich bin froh, dass wir ihn jetzt doch noch besichtigt haben.

Tobi’s Vater und Meilian kamen uns aus China besuchen und haben sich einen Campervan gemietet.
Wir haben einige – leider sehr regenreiche – Tage verbracht. Zuerst waren wir in dem Malborough Sounds, danach sind wir in den Nelson Lakes Nationalpark gefahren. Wir haben die Zeit in St. Arnaud am Lake Rotoiti verbracht. Dort gibt es ein schönes Café, wo wir bei dem schlechten Wetter Zuflucht suchen konnten.



Anschließend sind die beiden weiter gefahren um die Südinsel zu erkunden.
 

Wandern im Nelson Lakes Nationalpark – Angelus Hut

Tobi und ich beschlossen über den Angelus Circuit zu der Angelus Hut zu wandern und dort eine Nacht zu schlafen. Gesagt getan, wir haben die Berghütte gebucht. Eine Nacht kostet 20$/pro Person. Die Hut bietet Platz für 28 Personen.Am nächsten Tag sollte es immer noch regnen, besonders für den Nachmittag waren starke Schauer angesagt. Den Abend zuvor packten wir unsere Rucksäcke und hofften noch auf ein Wunder.
Unsere Wertsachen haben wir für 1$ pro Tasche/pro Tag wegschließen lassen. Vor längerer Zeit wurden an den Parkplätzen hier einige Autos aufgebrochen und da wir immer ein mulmiges Gefühl haben unser Auto alleine wo stehen zu lassen, haben wir dies gerne beansprucht. Allerdings ist schon seit über einem Jahr nichts mehr passiert.
 
Morgens um 10 Uhr sind wir gestartet. 6 Stunden dauert die Wanderung zur Angelus Hut über die Robert Ridge Route.
Ein Weg schlängelt sich im Zick Zack den Berg hoch auf den Mount Robert.
Nach dem Aufstieg auf den Mount Robert ist der größte Höhenunterschied geschafft und man ist über der Baumgrenze. Eine kleine Hütte dient hier als (Not) Unterschlupf.
Von hier sind es noch ca 4.5 Stunden zu der Angelus Hut, welche auf 1650 Metern liegt. Der Höhenunterschied von dem Parkplatz zu der Angelus Hut beträgt 700 Höhenmeter.

Mit der Zeit wurde es immer diesiger. Es war so nebelig, dass man nur wenige Meter weit gucken konnte. Auf dem Bergkamm pfiff ein doller Wind und mit dem Regen dazu waren wir in kurzer Zeit durchnässt. Nass, demotiviert und es schien weder vom Wetter noch von dem Weg ein Ende in Sicht. Noch 4 Stunden trennten uns von der Hut. Umdrehen? Wäre einfach. Aber für mich keine Option. Dies sollte unsere letzte Wanderung in den Bergen sein, ich habe mich so darauf gefreut. Also gingen wir weiter, über Felsen und Geröll. Mit zusammengebissenen Zähnen. Meine 10 Jahre alte Regenjacke war nicht mehr wasserfest und mir war kalt. Weit und breit niemand.
Wir waren kurz vor der Hütte, als auf einmal der Himmel aufklarte. Endlich konnten wir die wunderbare Landschaft bestaunen!



Wir waren froh als in der Ferne die Angelus Hut auftauchte.
Am Feuer haben wir uns erstmal aufgewärmt und die nassen Klamotten getrocknet.
Für die Nacht war starker Regen angesagt, aber am nächsten Morgen sollte der Himmel aufklaren.
Strom gibt es in der Hütte keinen und nachdem wir mit anderen Wanderern noch im Kerzenschein zusammen gesessen haben, gingen wir früh in’s Bett.
Am Morgen sind wir mit blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein aufgewacht!


Mit bester Laune bei dem tollen Wetter und der ausgezeichneten Aussicht sind wir losgewandert. Über die Robert Ridge Route ging es zurück nach St. Arnaud.
Alle paar Minuten bin ich stehen geblieben um das Panorama zu bestaunen.




Bei gutem Wetter nimmt man einen Ort immer ganz anders wahr.

Gestern sind wir den Weg ohne Pause durch marschiert, heute haben wir bei wunderbarer Aussicht gepicknickt.


Die türkisblauen Seen inmitten der schroffen Berge sind ein toller Kontrast und die im Tal hängenden Wolken geben ein schönes Bild.



Erschöpft, aber glücklich und überwältigt kamen wir wieder bei unserem Auto an und haben die heiße Dusche auf dem Campingplatz sehr geschätzt!
Anschließend haben wir erstmal alles in der Sonne getrocknet. Auch die hier ansässigen, unzähligen Sanfdlies haben uns wieder freudig begrüßt!
 
 
 
 
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