Um das Abenteuer Panamericana zu starten müssen wir nicht nur uns, sondern auch unseren Campervan nach Kanada transportieren. In diesem Beitrag geht es um die Wohnmobil Verschiffung von Hamburg nach Halifax sowie um die Vorbereitung und den Ablauf einer Verschiffung.

Wohnmobil Verschiffung von Hamburg nach Halifax

Routen nach Nordamerika

Wir möchten unsere Panamericana Reise an der Ostküste in Nordamerika starten. Die offizielle Panamericana Route beginnt zwar in Alaska, aber bei uns ist natürlich der Weg das Ziel und wir möchten während unserer Reise möglichst viel sehen und erleben. Die Strecke des Panamerican Highway gilt somit eher als grobe Orintierung und nicht als Richtlinie.

Nach etwas Recherche finden wir heraus, dass die meisten Reisenden ihr Fahrzeug nach Halifax in Kanada verschiffen. Baltimore in den USA wäre ebenfalls eine Option, allerdings soll dort die Fahrzeugeinfuhr nicht so einfach sein wie in Kanada, weswegen wir Halifax vorziehen. Eine Verschiffung an die Westküste Nordamerikas dauert deutlich länger und ist demnach auch viel teurer und lohnt sich nicht.

Die Verschiffungsroute von Hamburg nach Halifax

Verschiedene Anbieter

Werbung / Es gibt verschiedene Anbieter, welche sich auf die weltweite Verschiffung von Reisemobilen spezialisiert haben. Der bekannteste Anbieter von Fahrzeugverschiffungen ist Seabridge, es gibt aber auch noch andere und kleinere Firmen. Wir haben uns bei allen Anbietern ein Angebot zur Verschiffung von Hamburg nach Halifax erstellen lassen und die Preise verglichen. Letztendlich hat uns das Angebot von Overlander Shipping am meisten überzeugt und bietet für uns das beste Preis- Leistungsverhältnis. Die Preise für die Verschiffung unterscheiden sich je nach Anbieter. Die Firma Seabridge ist generell etwas teurer, dafür bieten sie eigene Treffen an, bei denen man viele Infos zu der Verschiffung oder auch zu Touren vor Ort erhält.

Wichtig zu wissen: die Wohnmobile stehen bei der Verschiffung alle auf dem gleichen Schiff. Wir waren anfangs etwas verwirrt, ob jeder Anbieter wohl ein „eigenes Schiff“ hat und es dafür sozusagen bessere oder schlechtere gibt. Meistens werden alle Fahrzeuge für die RoRo Verschiffung auf Schiffe der Reederei ACL Cargo verladen und somit stehen die Fahrzeuge alle auf dem gleichen Schiff, egal für welche Firma man sich entscheidet.

Roll on / Roll off oder Container

Die günstigste Möglichkeit ein Wohnmobil zu verschiffen ist die Roll-On / Roll-off Verschiffung, auch RoRo genannt. Dabei wird das Fahrzeug von einem Hafenmitarbeiter auf das Schiff gefahren und im Schiff entsprechend gesichert, damit es sich bei Seegang nicht bewegen kann. Bei dem Ankunftshafen wird es wieder von Board gefahren und bleibt im Hafen stehen, bis man es dort abholt.

Die sicherste und leider auch die teuerste Möglichkeit ein Fahrzeug zu verschiffen, ist im Container. Die Frachtrate liegt zurzeit (Stand: Juni, 2022) bei €44/m³, zuzüglich Treibstoffzuschlag (17% + 7%), Hafen- und Speditionsgebühren. Allerdings soll die Verschiffung nach Nordamerika sehr sicher sein und ein Container ist daher nicht notwendig.

Zeitplan der Schiffe

Es gibt einen festen Zeitplan und die Schiffe fahren normalerweise wöchentlich von Hamburg nach Halifax. Auf der Website von ACL findet man die Fahrpläne der Schiffe. Die Containerschiffe haben zwar einen Zeitplan, aber Änderungen sind jederzeit möglich und die Termine sind nicht garantiert. Durch die derzeitige Situation haben momentan alle Schiffe eine Verspätung von rund zwei Wochen. Wir hatten Glück und Ricado konnte uns noch auf ein früheres Schiff umbuchen. Doch auch dieses Schiff hat mittlerweile eine Verspätung von sechs Tagen und kommt anstatt am 31. Mai erst am 6. Juni in Halifax an. Die Überfahrt dauert in der Regel zwei Wochen.

Zeitplan der Containerschiffe

Transportversicherung

Unser Campervan muss während der Verschiffung sowie in der Zeit, wo es auf einem Hafen steht, natürlich versichert sein. Da die normale Kaskoversicherung dies nicht deckt gibt es extra Transportversicherungen, welche die Wohnmobile während der Verschiffung versichert. Wir haben den Fahrzeugwert inkl aller verbauten Teile angeben und so ist die Transportversicherung in den Verschiffungskosten enthalten. Der Inhalts sowie das Reisegepäck sind seperat mit 10.000€ versichert. Allerdings sollte man alle Wertgegenstände natürlich im Flugzeug transportieren und nicht im Auto lassen. Die Transportversicherung umfasst folgenden Schutz:

– Fahrzeugwert (Zeitwert) inkl. fest eingebaute Teile und Aufbauten

– Inhalt / Gepäck bis 10.000€

– Güterfolgeschäden und Vermögensschäden

Im Schadenfall wird eine Selbstbeteiligung von 500€ je Schadenfall fällig.

Kosten für die Verschiffung

Die Frachtkosten berechnen sich nach den maximalen Abmessungen des Fahrzeugs:

Länge x Breite x Höhe = Volumen

6,00 m x 2,05 m x 2,60 m = 31,98 cbm

Je kleiner das Fahrzeug ist, desto niedriger ist auch der Preis. Als Messgrundlage wird immer der längste, breiteste und höchste Punkt genommen. Unser Fiat Ducato kommt mit dem Dachträger auf knapp 32 Kubikmeter. Die Verschiffung von Halifax nach Hamburg kostet für unser Auto inklusive Versicherungen und Gebühren 2450€. Nicht enthalten sind die lokalen Kosten in Halifax für die  Auslieferung und (Zoll-)Abwicklung. Diese liegen aktuell bei ca. 150 CAD-$.

Vorbereitung für die Verschiffung

Am Tag vor der Verschiffung sind wir von Berlin nach Hamburg gefahren und haben noch eine letzte Nacht in unserem Van auf europäischem Boden übernachtet.

Fahrzeug sauber machen

Vor der Verschiffung haben wir noch einen Stopp bei einer Autowäscherei eingelegt und haben unseren Van mit ordentlich Wasser und Schaum von Schmutz und Dreck befreit. Bei starken Verschmutzungen kann der Hafen nämlich eine Reinigungsgebühr für das Fahrzeug erheben. Es soll schließlich kein Schmutz von Europa nach Nordamerika transportiert werden.

Das Wohnmobil muss für die Verschiffung sauber sein

Leere Gasflasche

Die Gasflasche muss aus Sicherheitsgründen bei der Verschiffung komplett leer sein. In Antwerpen benötigt man hierfür ein sogenanntes „Gasfreiheitszertifikat“. Die Gasflasche oder der Gastank müssen nicht nur leer, sondern auch gespült sein. Für Hamburg reicht es unserer Erfahrung nach, wenn die Gasflasche komplett leer ist. Am besten hängt man einen Zettel an die Gasflasche auf welchem „empty“ steht.

Die Gasflasche muss für die Verschiffung komplett leer sein

20% Dieseltank

Der Dieseltank darf bei der Verschiffung nur zu 20% gefüllt sein. Ganz leer sollte der Tank natürlich auch nicht sein, denn wenn das Auto auf dem Schiff liegen bleibt, zahlt man wiederum eine Gebühr für das Abschleppen.

Inhalt muss blickdicht sein

Für die Abgabe beim Hafen, wie auch bei der Verschiffung muss alles blickdicht verstaut sein. Das Fahrzeug sollte einen sauberen und aufgeräumten Eindruck machen und das Reisegepäck in den Schränken verstaut sein. Selbstverständlich sollten keine Wertgegenstände wie Kameras oder Laptops im Fahrzeug verstaut werden.

Ablauf der Verschiffung

Wir treffen uns am nächsten Morgen um 9 Uhr mit Ricardo von Overlander Shipping auf dem Parkplatz vor dem O’Swaldkai Hafengelände.

Car Condition Report

Als erstes machen wir zusammen mit Ricardo einen Car Condition Report. Dabei gehen wir einmal um das Auto und dokumentieren sämtliche Dellen oder Kratzer. Außerdem wird unser Van von allen Seiten fotografiert. Im Falle eines Schadens kann so bewiesen werden, dass unser Fahrzeug vor der Verschiffung noch keinen Kratzer hatte.

Ein Car Condition Report wird erstellt

Anmeldung beim Hafen

Anschließend geht Ricardo mit einer Person zu der Anmeldung im Hafen. Da nur eine Person das Hafengelände betreten darf, übernimmt diese Aufgabe der Fahrzeughalter, also Tobi. Bei der Anmeldung bekommen wir die Papiere zur Verschiffung, sowie einen Lageplan vom Hafengebäude. Nach einer Wartezeit von etwa einer halben Stunde sind unsere Verschiffungspapiere bearbeitet und es kann mit dem Fahrzeug rein auf das Hafengelände gehen.

Fahrzeug sichern

Den Schlüssel von unserem Ducato müssen wir beim Hafen abgeben. Am sichersten ist es, wenn die Wohnkabine vom Fahrerhaus abgetrennt ist und mit einem seperaten Schloss aufgeschlossen werden kann. Bei uns ist das leider nicht der Fall, weswegen wir unsere Hecktür mit einer zusätzlichen Verriegelung sichern und außen an der Schiebetür befestigen wir ein Vorhängeschloss, so dass man diese auch nicht ohne zusätzlichen Schlüssel öffnen kann. Die Surfboards und das Paddleboard transportieren wir während der Verschiffung im Innenraum. Ansonsten würde die Verschiffung durch die zusätzliche Gesamthöhe des Fahrzeugs nur noch teurer werden. Von unserem letzten Werkstattbesuch haben wir noch einen Schutzbezug für den Fahrersitz.

Wohnmobil im Hafen abgeben

Danach fährt Tobi durch die Schranke auf das Hafengelände und gibt dort unseren Van sowie den Schlüssel ab. Ein Mitarbeiter macht noch Bilder vom Fahrzeug und später wird das Auto noch vermessen. Dann verweilt das Fahrzeug mit allen anderen Reisemobilen auf dem Hafengelände bis das Frachtschiff einfährt und die große Reise starten kann.

Einige Tage später wurde unser Camper auf das Schiff verladen und wir erhalten per E-Mail noch ein Frachtdokument mit der Bestätigung aller Daten. Dieses werden wir auch bei der Abholung des Campers in Halifax wieder benötigen.

Flug nach Halifax, Kanada

Drei Wochen später sind wir mit einem Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Halifax geflogen. Einige Wochen vor dem Flug haben wir für Kanada das eTA beantragt, eine elektronische Einreisegenehmigung.

Unsere Reise geht endlich los!

Der Flug war etwa 7 Stunden lang und abends um 20 Uhr nach kanadischer Zeit sind wir in Halifax gelandet. Mit einem Mietwagen sind wir in ein Hotel gefahren und dort müde in’s Bett gefallen.

Abholung in Halifax

Am nächsten Tag waren wir halbwegs ausgeschlafen und erholt und etwas aufgeregt: heute können wir unseren Camper am Hafen abholen und dann kann unsere Reise endlich los gehen.

Erste Station: Zoll

Wir nehmen uns von unserem Hotel ein Taxi und fahren zu dem kanadischen Zoll. Am Vortag hat uns bereits eine Agentin kontaktiert zur Terminvereinbarung. Wir treffen uns mit der Agentin am Zoll, wo sie uns die Frachtpapiere bestehend aus „Advice Note, Delivery Note, Datafreight Receipt“ gibt. Die Kosten für die Zollabwicklung liegen bei 150 CAD-$ und können bei der Agentin in bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Mit diesen Papieren sowie den Fahrzeugpapieren (bei uns der Fahrzeugschein) und unseren Reisepässen gehen wir in das Zoll Gebäude und stellen uns an. Vor uns sind noch andere Deutsche und Schweizer, die heute ebenfalls ihr Reisemobil abholen. Uns werden einige Fragen zu unserem Aufenthalt in Kanada sowie zu der Einfuhr und dem Inhalt von unserem Camper gestellt. Es wird eine Kopie vom Fahrzeugschein sowie von unseren Reisepässen gemacht und anschließend bekommen wir die Frachtpapiere gestempelt zurück.

Adresse Canada Border Services Agency: 263 Susie Lake Crescent, Halifax

Zweite Station: Hafenterminal

Mit einem Taxi lassen wir uns zu dem Hafenterminal fahren. In dem Gebäude am Eingang vom Hafen zeigen wir unsere Reisepass und bekommen einen Besucherausweis. Das Hafengelände darf man nur mit Warnweste den Hafen betreten, bestenfalls bringt man sich diese aus Deutschland mit.

Ankunft am Hafen in Halifax

Unsere großen Rucksäcke können wir hier stehen lassen und werden von einem freundlichen Hafenmitarbeiter auf das Hafengelände gefahren und können auf dem Parkplatz schon die Camper sehen, auch unseren! In einem Hafengebäude legen wir unsere Frachtpapiere vor und müssen noch eine Gebühr von 50 CAD-$ zahlen. Hat man mit Seabridge gebucht wird diese Gebühr nicht fällig, da die bereits in den Verschiffungskosten enthalten ist.

Anschließend bekommen wir die Frachtpapiere zurück und gehen zusammen mit einem Hafenmitarbeiter zu unserem Auto und untersuchen es auf Schäden. Unser Auto ist unversehrt und hat bei der Verschiffung keine Dellen oder Kratzer abbekommen. Nur unsere Schiebetür uns die Hecktür haben einen kleinen Spalt und sind nicht richtig verschlossen. Wir haben für die Verschiffung dort Schlösser installiert, damit so niemand Zugang zu dem Innenraum bekommt. Vorne an der Windschutzscheibe hängt ein Sticker mit „inspected“. Wahrscheinlich hat wohl der Zoll versucht unsere Türen zu öffnen um zu gucken was ist im Fahrzeug ist. Durch die Schlösser hat dies allerdings nicht geklappt, was dann anscheinend aber auch kein Problem war. Mit unserer Unterschrift bestätigen wir, dass unser Camper unversehrt und vollständig ist und könenn vom Hafengelände fahren.

Adresse Hafenterminal: 6708 Bayne Street, Halifax

Die Panamericana Reise kann losgehen

Jetzt müssen wir nur noch den Besucherausweis abgeben, holen unsere Rucksäcke ab und parken auf dem großen Parkplatz vor dem Hafengelände und sortieren erstmal. Es ist total unwirklich, dass unser deutscher Campervan jetzt in Kanada ist. Das Paddleboard und die beiden Surfboards haben wir während der Verschiffung im Innenraum gelagert und müssen jetzt wieder auf dem Dachträger befestigt werden. Der Inhalt unserer Rucksäcke wird in den Schränken verstaut und dann fahren wir erstmal tanken, einkaufen und füllen unseren Wassertank und unsere Gastankflasche auf.

Auslandskrankenversicherung

Auch auf unserer Weltreise sind wir natürlich immer krankenversichert. Es kann immer etwas passieren, sei es eine Erkrankung oder ein Unfall. Die meist Zeit unserer Weltreise waren wir bei der Langzeitkrankenversicherung der Hanse Merkur* versichert. Es verschiedene Tarife mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Der Preis richtet sich nach dem Alter, nach der Dauer der Reise und den Reiseländern. Auslandskrankenversicherungen für Kanada und die USA sind grundsätzlich immer teurer. Für unsere Panamericana Reise haben wir uns eine Auslandskrankenversicherung der Young Travellers* gebucht. Hier kann man bei der Buchung angeben, ob man den Großteil der Reise innerhalb Kanada und den USA oder außerhalb verbringen wird. Wir bezahlen für uns beide für 2 Jahre insgesamt 2256€.

Fazit zu der Wohnmobil Verschiffung von Hamburg nach Halifax

Die Verschiffung von unserem Camper von Hamburg nach Halifax war gar nicht so kompliziert und aufwendig wie wir anfangs dachten. Ricardo von Overlander Shipping hat uns viele Tipps gegeben und alle unsere Fragen beantwortet. Etwas nervig sind die derzeitigen Verspätungen der Schiffe, weswegen wir unseren schon gebuchten Flug noch auf eine Woche später umgebucht haben. Bei der Abholung in Halifax waren wir ziemlich nervös ob alles so klappt und ob unser Auto heile ist, aber glücklicherweise verlief alles ohne Probleme. Wir sind froh, dass unser Camper wohlbehalten und unversehrt in Kanada angekommen ist. Jetzt freuen wir uns riesig auf unsere Panamericana Reise, das Abenteuer kann los gehen! 🙂

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16 Comments

  1. Danke für die tollen Infos. Bei uns soll es nächstes Jahr los gehen, ich bin schon mega aufgeregt.
    Wie habt ihr das mit der KFZ Haftplichtversicherung gemacht? Kann man diese problemlos vor ort abschließen? Wie macht man das bei Einreise in die Usa?

    ich wäre für ein paar Tipps sehr Dankbar

    • Imke Liebau Reply

      Hey Christian,
      die Aufregung können wir sehr gut nachvollziehen! 🙂
      Wir haben noch von Deutschland aus eine Kfz Vollkaskoversicherung für Nordamerika abgeschlossen, die Kanada und die USA beinhaltet. Es gibt nur wenige Anbieter, die ausländische Fahrzeuge versichern. Wir haben uns für die Versicherung von Thum entschieden, da sie auch Teilkasko und Vollkasko anbieten, das kostet allerdings auch nicht gerade wenig. Wir haben die von Thum für sechs Monate abgeschlossen, da sie eben Kanada und die USA beide beinhaltet.
      Ein anderer Anbieter ist Securo Gringo, diese ist deutlich günstiger und bietet Haftpflichtversicherungen an.
      Für Mexiko haben wir eine online abgeschlossen von Baja Bound insurance. Ab dort haben wir dann meist an der Grenze eine Kfz Versicherung abgeschlossen.

  2. Hallo
    Auch meine Reise rückt immer näher. Vor ca. 9 Monaten hatte ich ja schon einmal eine Frage an euch. 🙂

    Ihr seid mit Condor Oneway geflogen. Ich höre des Öfteren, dass man beim Boarding in Frankfurt und ggf. später bei der Einreise in Halifax die Rückreise oder Weiterreise mit einem Flugticket beweisen muss.

    Wie war das bei euch. Habt ihr euch auf den Punkt vorbereitet bzw. was habt ihr gemacht dass diese Einreisebedingung erfüllt ist?
    Noch eine Frage: Auf der Customs Declaration Card ist der Punkt „unaccompanied baggage“ aufgeführt. Das wäre ja der Camper samt Inhalt. Habt ihr hier ja angekreuzt und gab es vom Officer rückfragen?

    Danke und Grüße Ralph

    • Imke Liebau Reply

      Hallo Ralph,
      dann geht es bei dir ja auch bald los, wie schön, die Aufregung steigt! 🙂
      Wir hatten für unseren Flug nach Halifax kein Rückreise- oder Weiterflugticket. Bei dem Boarding in Frankfurt haben wir unsere Verschiffungspapiere vorgezeigt und erklärt was wir vorhaben. Unser B2 Visum für die USA hatten wir ja auch als Nachweis.
      Bei der Einreise in Kanada wollten uns die Beamten dort erst nicht glauben, dass wir genug Geld & Zeit für die Reise haben und hatten kurz den Verdacht, ob wir nicht in Kanada arbeiten möchten, da wir ja das Touristenvisum für 6 Monate haben wollten. Wir mussten uns dann erklären und nach einigen Argumenten haben wir dann das 6 Monats Touristenvisum genehmigt bekommen.

      Bei der Customs Declaration Card haben wir die baggage Frage mit „nein“ angekreuzt, da der Camper ja getrennt von uns am Hafen durch den Zoll geht. Bei der Abholung am Hafen muss man dann noch verschiedene Papiere von dem Zoll ausfüllen, aber die Agentin hat uns dabei geholfen und Tipps gegeben was wir ankreuzen sollen.

      Wir wünschen dir auf jeden Fall eine ganz tolle Reise auf der Panamericana!
      Viele Grüße, Tobi & Imke

  3. Hey ihr beiden,

    Ein wirklich sehr toller Beitrag der mir schon sehr viel weiter geholfen hat. Auch mein Freund und ich wollen unseren Transporter nach Kanada verschiffen lassen. Wir habt ihr das mit der deutschen KFZ-Versicherung gemacht? Habt ihr das Auto in Deutschland angemeldet oder Euren Vertrag auf Eis gelegt? Und bekommt man in Kanada dann ein kanadisches Kennzeichen oder. behält man das Deutsche?

    Da finden wir leider keine Antworten drauf. :/

    Liebe Grüße
    Anna

    • Imke Liebau Reply

      Hey Anna,
      danke für deinen Kommentar. Wir haben unserer deutschen KFZ Versicherung von unserer Reise berichtet und konnten diese dann für die Dauer der Reise pausieren. Dazu mussten wir einfach die Verschiffungspapiere sowie den Abschluss der amerikanischen Versicherung einreichen und dann wurde die deutsche KFZ Versicherung pausiert. Die KFZ Steuern bezahlen wir aber normal weiter und der Van ist auch noch in Deutschland gemeldet, wir haben also nur die Versicherung pausiert. Das deutsche Kennzeichen behält man für die gesamte Zeit und wir würden euch empfehlen, das originale Kennzeichen im Auto aufzubewahren und ein zweites Ersatzkennzeichen anfertigen zu lassen (das kann man ja einfach wo drucken lassen). Falls ihr das originale Kennzeichen verliert oder es geklaut wird, ist dann nicht auch der TÜV Stempel weg.

      Viele Grüße,
      Tobi und Imke

  4. Hallo Zusammen

    Eine Frage habe ich.
    In den anderen Ländern wird ja penibel auf den TIP geachtet. Nur für Kanada finde ich nicht wirklich nützliche Informationen.
    Ist diese im Prozess der Zollabfertigung in Halifax mit eingebunden oder muss man sich selber darum kümmern.
    Ich werde wohl ab nächsten Frühjahr zuerst drei Monate durch Kanada, dann ca zwei Monate Alaska und nochmals einen Monat in Kanada unterwegs sein, bevor ich weiter nach Süden durch die USA toure.

    Ich wünsche euch in jedem Falle noch viel Spaß, wenn ihr noch unterwegs seid.

    Grüße Ralph

    • Imke Liebau Reply

      Hallo Ralph,
      wir waren in Halifax bei dem Zoll und dort wurde der TIP (Temporary Import Permit) für das Auto ausgestellt. Ohne den TIP hätten wir das Auto auch nicht vom Hafen abholen können und losfahren können. Das ist also bei der Zollabfertigung in Halifax eingebunden und man muss sich nicht nachträglich noch selber darum kümmern. Im weiteren Reiseverlauf bekommt man den TIP dann an der jeweiligen Landesgrenze.
      Deine Route klingt großartig, wir wünschen dir ganz viel Spaß!
      Viele Grüße,
      Tobi & Imke

      • Hallo Imke

        Vielen lieben Dank für die erhoffte Info und die Wünsche zu meiner Tour.
        Hab erst später gelesen dass ihr schon wieder zurück seid. Aber nach dem Roadtrip ist vor der nächsten Tour. 🙂

        Ich werde nach den USA weiter über Mittelamerika bis hin zum südlichsten Punkt der amerikanischen Kontinente (und Antarktica) reisen. Insgesamt ca. 2 Jahre, soweit der Plan.

        Liebe Grüße
        Ralph

  5. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, das hilft wenn man selber diese Tour machen möchte.
    Ist die Einreise in die USA von Kanada kommend einfacher oder habt Ihr Euer Visa für die USA auch schon vorher sep. beantragt ? Und was ist mit dem Fahrzeug an der USA-Grenze – wurde das problemlos durchgelassen ?

    • Imke Liebau Reply

      Hey Askan.
      Wir haben bereits vorher in Deutschland das B2 Visum für die USA beantragt. Dieses ist für 10 Jahre gültig und man kann damit für jeweils 6 Monate in den USA bleiben. Ansonsten bekommt man ein Touristenvisum für 3 Monate. Für unser Auto haben sich die Grenzbeamte an der Grenze Kanada – USA nicht interessiert und wir haben auch kein extra Dokument ausgestellt bekommen, obwohl wir mehrmals gefragt haben.

      Allerdings sollen die Zollformalitäten bei der Verschiffung in Halifax einfacher sein als in Baltimore, weswegen viele Halifax vorziehen.
      Viele Grüße aus Mexiko 🙂

  6. Hallo Zusammen
    Super Cool, Kompliment. Super geschrieben und sehr informativ. Eine Frage zur Versicherung: warum habt ihr das Fahrzeug nur für 6 Monate für USA und Kanada versichert? Weiterhin eine schöne Reise

    Liebe Grüsse Nino

    • Imke Liebau Reply

      Hey Nino,
      wir haben geplant 6 Monate in Kanada und in den USA unterwegs zu sein und haben für diese beiden Länder die Versicherung für das Auto abgeschlossen. Ab den darunter liegenden Ländern (Mexiko, Panama, Costa Rica) schließt man die Versicherung vor Ort ab, da kümmern wir uns also erst rum wenn es soweit ist.
      Viele Grüße,
      Tobi & Imke

  7. Ihr Lieben,

    einen ganz tollen Blog und einen noch spannenderen Artikel habt ihr hier verfasst. Man merkt, wie sehr euch euer Wohnmobil am Herzen liegt. Dass die Wohnmobil Vermietung + Verschiffung soooooo gut funktioniert, ist immer wieder erstaunlich – schön, dass es trotz der aktuellen Sitaution so eine reibunsglose Erfahrung war.

    Beste Grüsse

    • Imke Liebau Reply

      Hallo Desire,
      danke für deinen Kommentar! Wir sind auch wirklich erleichtert, dass die Verschiffung abgesehen von der Verspätung so problemlos geklappt hat und unser Van gut in Halifax angekommen ist. Umso schöner ist es noch nun unterwegs zu sein. 🙂
      Viele Grüße,
      Tobi & Imke

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