In unseren Fiat Ducato möchten wir wie schon in unserem Mercedes Sprinter eine Nasszelle, bestehend aus einer Dusche und Toilette einbauen. Wir finden es total praktisch eine Toilette und eine Dusche im Van zu haben und immer ortsunabhängig duschen zu können, ob im rauen Alaska oder in Costa Rica nach einem langen Strandtag. In Europa gibt es im Gegensatz zu Ländern wie Australien oder Neuseeland kaum öffentliche Toiletten, von Duschen mal ganz abgesehen. Und wenn es Toiletten gibt, sind diese oft nicht unbedingt sauber oder kosten Geld. Wir möchten lieber unabhängig sein und den Platz dafür haben wir in unserem 6 Meter langen Fiat Ducato auch.

Einkaufsliste für Dusche im Campervan

So toll wird unsere selbst gebaute Dusche aussehen!

Unsere zweite selbstgebaute Dusche im Campervan: was wir jetzt anders machen werden

  1. das Grundgerüst: In unserem Mercedes Sprinter haben wir aus Unterkonstruktionlatten ein Grundgerüst vom Boden bis zur Decke gebaut bis sozusagen ein Raum entstanden ist. Das Grundgerüst haben wir von innen mit 6 mm Pappelsperrholz-Platten verkleidet und von außen mit 12 mm starkem Profilholz. Dieses Mal möchten wir unsere Nasszelle direkt aus dickeren Pappelsperrholzplatten bauen und auf das Gerüst aus Unterkonstruktionslatten verzichten. So sparen wir Platz, etwas an Gewicht und hoffentlich auch viel Arbeit.
  2. Die Anordnung: Im Sprinter hatten wir die Trockentrenntoilette auf der linken Seite und die Dusche auf der rechten. Die Tür und somit der Eingang zu dieser Nasszelle war somit ebenfalls rechts. Wegen dieser Anordnung konnten wir vorne hinter den Sitzbänken keine Küchenzeile mehr bauen, da diese sonst die Tür versperrt hätte. Darüber haben wir uns im Nachinein etwas geärgert, allerdings war beim Sprinter an dieser Stelle auch kein Platz unter dem Fahrzeug für einen Duschabfluss.
  3. Duschanschlüsse: mit den Anschlüssen zu unserer Dusche haben wir uns damals etwas schwer getan. Im Internet gab es zu diesem Zeitpunkt kaum hilfreiche Informationen und im Baumarkt wurde uns vorgeschlagen eine Konstruktion aus verschiedenen Adaptern vom Hausbau zu verwenden – und das haben wir dann auch so gemacht. Mittlerweile haben wir dafür einen viel einfachereren Weg gefunden, welchen wir in diesem Beitrag noch erläutern werden.

Anleitung Dusche im Campervan einbauen

Auf den Bau unserer Dusche haben wir uns besonders gefreut, auch wenn sie so einige Herausforderungen mit sich bringt. Der Bau ist zwar viel Arbeit und nicht immer einfach, aber später überall auf der Welt warm duschen zu können ist den Aufwand wert!

Duschwanne ausrichten

Zuerst müssen wir uns überlegen, wo im Van unsere Nasszelle entstehen soll und vor allem an welcher Stelle die Duschwanne hinkommt. Wir möchten unsere Dusche direkt hinter dem Fahrersitz bauen. Auf der rechten Seite soll unsere Trockentrenntoilette platziert werden und zu der linken Seite unsere Dusche. So können wir hinter den Sitzen neben der Nasszelle noch eine Küchenzeile bauen und nutzen den Platz perfekt aus. Das Duschwasser muss natürlich auch abfließen können und für den Duschabfluss benötigen wir unter dem Auto auch Platz. Es darf kein Träger im Weg sein und die Wasserleitung muss ohne Hindernisse zu unserem Abwassertank führen können. Wir krabbeln unter dem Auto rum um zu sehen, an welcher Stelle kein Träger im Weg ist und wo genau unser Abfluss sitzen kann. Dementsprechend richten wir die Duschwanne aus. Auch den Platz für unsere Trockentrenntoilette sowie für das Gerüst müssen wir bei der Planung einkalkulieren.

Hier kommt unsere Dusche hin

Duschwanne stabilisieren

Die Duschwanne besteht aus dünnem Kunststoff und macht nicht gerade einen stabilen Eindruck. Sie muss also unbedingt noch stabilisiert und gestützt werden, schließlich steht man ja ständig darauf und ein Riss in dieser wäre später nur schwer zu reparieren. Wir bauen eine Konstruktion aus Unterkonstruktionslatten, die so perfekt in den Rand der Duschwanne passt. Darrauf verschrauben wir ein Stück Pappelsperrholz als Boden und schneiden den Bereich für den Abfluss aus.

Mit Sikaflex kleben wir die Unterseite der Duschwanne an unserer Konstruktion fest und beschweren sie anschließend für einige Stunden. Danach macht die Duschwanne einen deutlich stabileren Eindruck.

Duschabfluss bohren

Nun wäre es eigentlich an der Zeit den Duschabfluss zu bohren. Leider haben wir die Ablaufgarnitur zu spät bestellt und durch Lieferprobleme kam sie dann verspätet an. Allerdings würden wir dir empfehlen sich gleich am Anfang um den Duschanfluss zu kümmern. So kommt man noch überall heran und hat weniger Probleme. Unsere Duschwanne hat bereits ein vorgebohrtes Loch, wo so nur ein kleiner Abfluss reinpasst. Damit das Wasser beim Duschen schneller abfließen kann entscheiden wir uns für einen größeren Abfluss und bohren das Loch der Duschwanne noch entsprechend größer auf.

An der Ablaufgarnitur befestigen wir einen 19 mm großen Schlauch, welchen wir mit einer Klemme an dieser befestigen. Danach bohren wir mit der Bohrmaschine und einem Kronenbohrer das Loch im Fahrzeug von oben bis nach unten, also durch die Bodenplatte und den Fahrzeugboden hindurch, so dass wir unter dem Auto herauskommen. Das Loch dichten wir zu den Rändern mit Sikaflex 252i ab. Die Ablaufgarnitur setzen wir mit Sikaflex in unserer Duschwanne ein und schieben den Schlauch vorsichtig durch das Loch, so dass dieser unter dem Auto wieder rauskommt. Da der Abfluss nicht mittels Schrauben oder ähnlichem fixiert werden kann, kleben wir diesen ein. Daran können wir dann später unter dem Fahrzeug unsere Leitung bis zum Abwassertank legen.

Grundgerüst bauen

Wir haben unsere Duschwanne perfekt ausgerichtet und nun muss drumherum ein Raum entstehen. Als Seitenwände für unsere Duschkabine nehmen wir 10 mm Pappelsperrholz. Viele benutzen deutlich stärkeres und stabileres Holz, aber wir möchten Gewicht sparen und sind der Meinung, dass bei genügend Befestigungspunkten 10 mm ausreichen.

Rechte Seitenwand

Die rechte Seitenwand hinter dem Fahrersitz muss gut gesichert und befestigt werden und bis jetzt fehlt es uns dafür an Befestigungspunkten. Wir stellen unsere grob zugeschnittene Seitenwand hinter den Fahrersitz und schauen, wie viel Abstand wir vom Fahrersitz zur Duschwand benötigen und wie wir unsere Seitenwand befestigen können. Auch wenn wir erstmal nicht planen unseren Van in naher Zukunft zu verkaufen, sollte auch jemand Größeres genug Platz hinter dem Steuer haben. Hinter dem Fahrersitz bauen wir ein kleines Gerüst aus Holzlatten, welches wir mittels Nietmuttern in die Karosserie hinter den Sitzen befestigen.

Unter dem Ablagefach von unserem Ducato ist ein kleiner Holm, in welchem die Trennwand befestigt war. Die Nietmuttern der Trennwand können wir prima für die Befestigung der Unterkonstruktion verwenden. Auch hier bauen wir uns aus mehreren Holzlatten ein Gerüst zusammen, so dass wir auf den benötigten Abstand kommen. Es ist nicht ganz einfach den schrägen Holm auszugleichen, aber nach einiger Anpassungsarbeit sieht es dann ganz gut aus. Auch diese Latten befestigen wir mit Nietmuttern in der Karosserie und haben so eine gute Auflagefläche für die rechte Seitenwand.

Die Befestigungspunkte vorne haben wir, nun muss die Pappelsperrholzplatte an alle Kanten und Rundungen des Fahrzeugs angepasst werden. Das erfordert einiges an Geduld, immer wieder müssen wir neu anzeichnen und tasten uns langsam heran.

Rückwand

An der Rückwand bauen wir ein großes Gerüst aus Holzlatten, welche wir mittels Nietmuttern an den Holmen befestigen. Unsere Rückwand soll stabil sein und so sparen wir hier nicht an Verbindungen und bauen ein solides Gerüst aus 24 x 48 mm Holzlatten.

Unser Grundgerüst für die Rückwand

Um in der Dusche etwas mehr Platz zu gewinnen und damit sich das Holz besser der Wand anpasst entscheiden wir uns bei der Rückwand für 6 mm Pappelsperrholz. Natürlich hätten wir auch 10 mm nehmen können, aber das würde sich nicht so gut der leichten Rundung vom Fahrzeug anpassen. Wir sägen die Holzplatte auf die richtige Größe zu und befestigen sie schon mal provisorisch mit einigen Schrauben.

Linke Seitenwand

Die linke Seitenwand unserer Nasszelle wird sich neben unserer Küchenzeile befinden und wird später auch daran befestigt. Zusätzlich werden wir sie aber auch in unsere Rückwand sowie an die Unterkonstruktion an der Fahrzeugwand verschrauben.

Unsere Nasszelle ensteht

So ist nach und nach ein kleiner Raum entstanden und wir können uns schon gut vorstellen, dass wir hier später heiß duschen werden. 🙂

Vorderwand

Was uns jetzt abgesehen von einer Tür noch fehlt ist die Wand vorne, hinter der unsere Toilette verschwinden wird. Hier müssen wir auf Rundungen kaum Rücksicht nehmen und so ist diese schnell gebaut.

Das Gerüst unserer Dusche steht

Gerüst verstärken

Weil wir für unsere Dusche später noch eine Tür einbauen und sozusagen einen Türrahmen benötigen, verstärken wir unser Gerüst noch mit Holzlatten, welche vom Boden bis an die Deckenholme reichen und das ganze Gerüst miteinander verbinden und verstärken. Die Holzlatten auf dem Boden halten die Duschwanne an Ort und Stelle und ergeben sozusagen den Einstieg in unsere Dusche. Wir bringen an der rechten und an der linken Seite vorne eine Holzlatte an sowie auch in der Mitte, wo unsere Tür sitzen wird. Außerdem müssen wir uns überlegen wo wir die Schalter für die Lampen sowie die Lüfter anbringen und diese auch verlegen.

Decke für die Dusche

Unser Grundgerüst ist fertig und steht, jetzt fehlt natürlich noch eine Decke. Für die Decke verwenden wir wie auch im restlichen Van 12 mm starkes Profilholz. Das Profilholz passt sich gut an die Rundungen an und man kann es einfach auf das richtige Maß zusägen. Biegesperrholz würde sich ebenfalls gut dafür eignen, ist aber wesentlich teurer. Die Decke haben wir insgesamt einige Male abnehmen müssen, was uns viel Zeit und Nerven gekostet hat. Erst haben wir die Profilhölzer auf das richtige Maß zugesägt und befestigt, danach haben wir die Lampen eingesetzt. Und danach ist uns dann aufgefallen, dass wir zuerst unserer Dachlüfteinbauen sollten. Später ist uns dann aufgefallen, dass die Decke im Weg ist um das PVC anzubringen und so haben wir sie nochmal abgenommen. Damit das Profilholz vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt ist, tragen wir zwei Schichten Bootslack auf (das geht natürlich auch am besten, wenn die Decke ab ist). 😉

Holz mit Bootslack behandeln

Damit der Montagekleber für das PVC auf dem Holz auch bombenfest hält streichen wir unsere Wände zusätzlich noch mit Bootslack. So wäre das Holz auch vor Feuchtigkeit geschützt, wenn es doch mal etwas durchdringen sollte und saugt sich nicht sofort mit Wasser voll. Außerdem hält der Montagekleber möglicherweise auch beser auf dem Holz, wenn dieses vorher behandelt wurde und nicht durch den Kleber aufquillen kann. So haben wir das bei unserem Sprinter auch gemacht und der Kleber hat bombenfest gehalten. Ob es wirklich notwendig ist können wir abschließend nicht sagen, aber wir bleiben zur Sicherheit lieber dabei. Anschließend ziehen wir mit einem dauerelastischen Montagekleber an allen Kanten sowie am Boden schon mal Silikonfugen.

Schampoofach bauen

Zusätzlich bauen wir noch ein Shampoofach. Das kann man natürlich auch einfach weglassen und spart sich die Arbeit, aber wir finden die Idee eigentlich ganz cool und möchten es mal ausprobieren. Um zu wissen wie groß es werden soll, orientieren wir uns an den gängigen Größen von Duschgels und Shampoos. Das Shampoofach haben wir in das Grundgerüst von unserer Rückwand integriert und bereits beim Bau dieser darauf geachtet, dass wir an einer geeignete Stelle genügend Platz lassen, wo dann ein Shampoofach entstehen kann. Das Shampoofach bauen wir aus 10 mm Pappelsperrholz, welches wir miteinander verschrauben und dann in unser Gerüst hinter der Wand einsetzen und dort mit Schrauben befestigen. Es ist ca 20 cm breit und 30 cm hoch. Mit dem dauerelastischen Montagekleber versiegeln wir wieder sorgfältig alle Kanten.

PVC Boden zuschneiden

Um die selbstgebaute Dusche im Campervan wasserfest zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • PVC Bodenbelag
  • PVC Platten
  • Alu Dibond Platten
  • Glasfaserplatten
  • Kunststoffpaneele

PVC Bodenbelag haben wir schon in unserem Sprinter verwendet und waren damit wirklich sehr zufrieden. PVC Boden lässt sich einfach verarbeiten und zuschneiden, ist wasserfest, vor allem günstig und es gibt ihn in vielen verschiedenen Designs. Wir breiten den PVC Boden in der Halle auf dem Boden aus und legen die bereits zugesägten Pappelsperrholzplatten darauf. So haben wir schon mal eine Schablone und müssen später nur noch ein bisschen anpassen. Mit einem scharfen Cutter Messer schneiden wir das PVC auf das richtige Maß zu. Dabei achten wir darauf, dass die Kacheln stets an auf der gleichen Höhe sein werden und es in der Dusche dann schön symmetrisch aussehen wird.

Montagekleber an Duschwand und PVC anbringen

Mit einem Spachtel bringen wir den zähen Montagekleber auf den Holzplatten und auch auf der Rückseite vom PVC an. Damit der Montagekleber in der Zeit nicht schon antrocknet, sollte man dies möglichst flott machen und am besten zu zweit. Eine Person kann den Montagekleber auf dem PVC auftragen und die zweite Person auf dem Holz.

PVC Bodenbelag anbringen

Vorsichtig tragen wir den PVC Belag in den Van, richten ihn aus und bringen ihn an unserer Wand an. Glücklicherweise kann man das PVC noch problemlos verschieben, bis es wirklich korrekt sitzt. Dabei entsteht leider eine riesengroße Sauerei und man hat überall Montagekleber, an den Händen und auch an den Klamotten. Deswegen haben wir einen Eimer Wasser und einige Lappen parat, mit denen wir schnell den weißen Kleber von unserem schwarzen PVC abwischen können. An einigen Stellen müssen wir das PVC noch mit einem Cutter Messer zuschneiden. Auf der Rückwand der Dusche haben sich unter dem PVC Belag einige kleine Blasen gebildet, die auch trotz mehrfachem und sorgfältigen Verstreichen nicht ganz verschwinden wollen, vielleicht haben wir hier sogar zu viel Kleber benutzt. Bei den zwei Seitenwänden hatten wir das Problem nicht. Am nächsten Tag haben sich die Blasen allerdings etwas geglättet.

Fugen abdichten

Anschließend dichten wir alle Fugen und Kanten mit dauerelastischem Montagekleber ab und lassen den Kleber über Nacht gut trocknen.

Duscharmatur anschließen

So langsam sieht unsere Dusche schon richtig nach einer Dusche aus. Im nächsten Schritt werden wir die Duscharmatur anschließen. In unserem Sprinter haben wir uns die Anschlüsse der Dusche recht kompliziert gemacht und kamen einfach nicht auf die richtige Idee. Zu dem Zeitpunkt gab es aber auch noch nicht viele Informationen dazu, wie man in seinen Van eine Dusche einbaut. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Man benötigt lediglich zwei Schlauchstutzen und zwei Messingwinkel, der Rest ist schon bei der Duscharmatur dabei.

Unsere Anschlüsse für die Duscharmatur

Unsere Duscharmatur werden wir an der linken Seitenwand neben unserer Küchenzeile befestigen. Die Duscharmatur soll man von außen natürlich nicht sehen und deswegen soll sie im Küchenschrank verschwinden. Wir messen die exakte Stelle aus und bohren mit einem Akkubohrer und einem 20 mm Kronenaufsatz im Abstand von 15 cm zwei Löcher in unsere Wand und kommen unten in unserem Küchenschrank, neben dem Spülbecken raus. So haben die Wasserleitungen einen kurzen und direkten Weg und wir müssen sie nicht hinter unserer Dusche lang führen. Eventuelle Undichtigkeiten werden wir somit sofort sehen und beheben können.

An der Duscharmatur schließen wir zwei 1/2 Zoll Schlauchstutzen an, welche durch die Wand geführt werden. Auf den Schlauchstutzen kommen zwei 1/2 Zoll Messingwinkel, woran wir dann anschließend unsere 10 mm Wasserschläuche befestigen können.

Nun müssen wir nur noch den Halter für den Duschkopf befestigen. Bei einem späteren Wassertest wird sich noch herausstellen, dass unsere Duscharmatur so leider noch nicht dicht ist. Nachträglich kürzen wir die schwarzen Blenden der Duscharmatur um 5 mm, so dass das Gewinde etwas weiter in die Dusche herein ragt. So hat das Gewinde mehr Platz zum greifen und die innenliegende Dichtung bekommt mehr Druck, so dass nun alles dicht ist.

Die äußeren Seitenwände der Dusche streichen wir mit weißer Vorstreichfarbe sowie mit einem weißen Buntlack und so passen sie sich perfekt an unsere weißen Wände im Van an.

Duschtür für die Nasszelle bauen

Die Türöffnung hat keineswegs ein gängiges Maß und so ist es gar nicht so einfach eine passende und wasserdichte Duschtür für unseren Van zu finden. Deswegen möchten wir unsere Duschtür wie auch in unserem Sprinter wieder aus einer 10 mm Hohlkammerplatte selber bauen.

Wir sägen die Hohlkammerplatte auf das Maß für die Tür zu und stecken dann die 10 mm Aluschiene drauf. Anschließend befestigen wir drei Scharniere an der Tür sowie an unserer Außenseite der Dusche. So durchsichtig soll die Tür natürlich nicht bleiben. Wir haben eine schöne Fensterfolie gefunden, die unsere Duschtür verschönern soll und sie blickdicht macht.

Leider haben wir die Duschtür minimal zu klein angefertigt und an den Seiten ist noch ein kleiner Spalt, durch welchen Wasser etwas entweichen könnte. Um das auszugleichen befestigen wir PVC Winkel am Türrahmen. Diese verdecken die teils unschöne Kante des geschnittenen PVC-Belags und zudem auch den Spalt. Wenn beim Duschen Wasser an der Duschtür abperlt muss es auch zurück in die Duschwanne zurück laufen können und soll nicht außerhalb der Nasszelle landen. Dazu haben wir noch mittels Sikaflex einen langen PVC Winkel unten an der Tür befestigt. Auf die Einstiegsleiste kommt eine Alu Leiste.

Duschvorhang

Unsere Toilette soll beim beim Duschen natürlich nicht nass werden. Wir befestigen eine Duschstange möglichst weit oben an der Decke, woran dann ein Duschvorhang seinen Platz findet. Den Duschvorhang müssen wir in der Länge und auch in der Breite kürzen und nähen ihn mit der Hand um. Mit Klettband befestigen wir an der Wand. Nasses Klett hält auf Dauer nicht gut und so tackern wir es in das PVC und nähen das Gegenstück auf den Duschvorhang. Druckknöpfe wären sicherlich auch eine passende Lösung.

Fazit zur Dusche im Campervan selber bauen

Mittlerweile haben wir schon Erfahrung darin eine Dusche in einen Campervan zu bauen und es ist uns nicht mehr so schwer gefallen wie beim vorherigen Sprinter. Wir wussten von Anfang an was wir dieses Mal verbessern können. Trotzem war der Bau unserer Dusche mal wieder nicht einfach und es haben sich auch noch während des Baus einige Fragen aufgetan, woran wir am Anfang nicht ganz gedacht haben. Insgesamt sind wir mit unserer Dusche nun sehr zufrieden und freuen uns schon darauf, sie bald endlich benutzen zu können. Ob in Alaska oder Costa Rica – wir werden jede Dusche in unserem Campervan genießen!

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6 Comments

  1. Hallo, Ihr beiden,
    ist ja schon spannend, wenn man feststellt, daß andere mehr oder minder die gleichen Ideen wie man selbst hatten – und wenn dann unser Fußbodenbelag im Jumper bei Euch als Duchwand-Verkleidung auftaucht, wird es auch noch „witzig“.
    Der Grund, Euch zu schreiben, ist aber ein anderer: Ich finde ja auch die Thermostat-Duscharmaturen besser als die üblichen, aber: Nachdem in zwei Wintern bei Frost durch offensichtliche „Restwasser-Nester“ im Thermostat jeweils die Armatur geplatzt ist (beim zweiten Mal so blöde, dünn und und an der Hinterseite der Armatur, dass ich es erst beim Befüllen und „Bedrücken“ des Tanks gemerkt habe), habe ich die Armatur zwei Winter ausgebaut und nunmehr aber doch durch eine herkömmliche ersetzt.
    Nur mal so als Tip.
    Grüße aus OWL
    Udo

    • Imke Liebau Reply

      Hallo Udo,
      danke für deinen Kommentar. Lustig, dass wir ‚euren‘ Fußbodenbelag als Verkleidung in der Dusche nutzen. Wir finden ihn richtig schick 🙂
      Den einen Winter ist uns das leider auch passiert, die Duscharmatur ist geplatzt. Und dann waren wir noch in der Schweiz und es gibt dort andere Anschlüsse als bei uns in Deutschland.
      Im letzten Winter haben wir sie direkt abgebaut und da wir jetzt auf der Panamericana nur im warmen Gegenden unterwegs sind wird es uns erstmal nicht nochmal passieren. Aber ärgerlich ist es auf jeden Fall, danke für den Tipp!
      Liebe Grüße,
      Tobi & Imke

  2. Hallo ihr,
    ich brauche zwar noch ne ganze Weile aber ich gucke immer schon mal gerne. Und ich hatte nie vor zum Klo auch eine Dusche einzubauen – bis ich euren Einbau gesehen habe. Das ist ja wirklich großartig, das will ich auch wenn es so weit ist!
    Liebe Grüße,
    Dela

    • Imke Liebau Reply

      Hey Dela,
      wir finden den Aufbau von der Dusche mit der Toilette auch richtig praktisch und toll. Natürlich nimmt es einiges an Platz weg, aber uns ist es das allemal wert. 🙂
      Liebe Grüße und viel Spaß beim Planen!
      Tobi & Imke

  3. Hallo ihr,

    erst einmal Glückwunsch zu dem schönen Ausbau. Gibt es ein Foto von dem Anschluss der Duscharmatur? Irgendwie ist das nicht schlüssig beschrieben, wenn ihr schreibt, dass auf die Armatur Schlauchstutzen und dann die Mesingwinkel kommen, die passen da normal ja gar nicht drauf 🙂

    Viele Grüße

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