Planst du gerade deinen Roadtrip durch Kanada? In diesem Blogbeitrag haben wir unsere Kanada Roadtrip Kosten gesammelt und geben dir außerdem Tipps, wie du während deiner Reise den ein oder anderen Groschen sparen kannst.

Wir haben insgesamt neun Monate mit unserem Working Holiday Visum in Kanada verbracht. Während dieser Zeit haben wir knapp sieben Monate im kanadischen Winter in Banff (Alberta) gearbeitet. Falls du mehr über unsere Arbeit in Kanada erfahren möchtest, dann schau doch mal hier vorbei. Mitte Juni haben wir unserer Job in Banff verlassen und sind quer durch die Rocky Mountains bis hin nach Vancouver Island gefahren. Die schönsten Sehenswürdigkeiten entlang des Icefield Parkway findest du in diesem Beitrag.

Unsere Route durch den Westen Kanadas

Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde und hat sicherlich noch einiges mehr zu bieten, aber wir beziehen uns in diesem Blogbeitrag mal auf den westlichen Teil des Landes, von Victoria und British Columbia bis hin nach Alberta.

Voller Vorfreude auf den großen Roadtrip

Kanada Roadtrip Kosten – zwei Monate mit dem Camper

Wir stellen dir die Kosten zum Roadtrip in verschiedenen Punkten vor:

  • Lebensmittel
  • Benzinpreise
  • Campingkosten

1. Lebensmittel

Wir reisen mittlerweile schon seit knapp fünf Jahren um die Welt. Am Anfang der Reise, damals noch in Australien, bestand unsere Nahrung weitesgehend aus Toastbrot und Nudeln mit Tomatensoße. Dass unsere Nahrungsmittel in Deutschland sehr vielfältig und vor allem günstig sind, merkt man erst richtig, wenn man andere Länder wie Australien, Neuseeland, die USA und natürlich auch Kanada besucht.

Mittlerweile haben wir unsere Ansprüche ans Essen etwas nach oben geschraubt und geben demnach geringfügig mehr aus, als das mögliche Minimum und versuchen uns gesund und ausgewogen zu ernähren.

Im Durchschnitt lagen unsere Lebensmittelausgaben für zwei Personen bei 20$ pro Tag.

Der günstigste Supermarkt Kanadas

Am günstigsten kamen wir eindeutig bei The Real Canadian Superstore weg. Diese Supermärkte findet man meistens in großen Städten wie Calgary, Vancouver oder Victoria und die Preise sind deutlich günstiger als bei IGA und SaveonFoods. Daher lohnt es sich oft, sich in den Städten einzudecken, bevor es in die kanadische Wildnis geht. Den für uns teuersten Supermarkt auf unserer Reise haben wir übrigens in Jasper in Alberta erlebt. Manchmal muss man einfach mal hier und da noch eine Packung Milch oder ein Brot kaufen.

Zwischen den Staaten Britisch Columbia und Alberta konnten wir im allgemeinen keine nennenswerten Preisunterschiede bei Lebensmitteln feststellen.

Mitgliedskarten

Ein großer Spartipp bei den Supermärkten sind Mitgliedskarten! In jedem Supermarkt wird man an der Kasse nach seiner Mitliegskarte gefragt. Diese sollte man sich bei seinem ersten Besuch immer an der Kasse besorgen gehen! Bei SaveonFoods ist es die “More Rewards” Karte, bei IGA sind es die “AirMiles” und bei The Real Canadian Superstore ist es die “PC-Optimum Karte”.

AirMiles

Für jeden Einkauf bei IGA oder Safeway erhält man AirMiles. Auf bestimmte Artikel im Angebot sogar die doppelte Anzahl. Sammelt man 90 Punkte (Stand 11.2019) bekommt man 10$ auf den gesamten Einkauf erstattet.

More Rewards

Mit der More Rewards Karte erhält man vor allem bei SaveonFoods bestimmte Angebote, wie zB eine Packung Eier zum Sonderpreis oder einen bestimmten Kaffee. Hat man diese Karte nicht, muss man den normalen Preis bezahlen, welcher nur ganz klein auf dem Preisschild in der Ecke vermerkt ist. Somit kann man hier mit der More Rewards Karte gut mal 15$ auf den gesamten Einkauf sparen. Bei The Real Canadian Superstore gilt das selbe Prinzip nur mit der PC-Optimum Karte.

Die Ausnahme: COSTCO

Den Großhandel Costco kann man mit der Metro in Deutschland vergleichen. Hier findet man eher große Packungen, aber zu einem recht günstigen Preis. Der große Nachteil dazu hier in Kanada und auch den USA ist, dass man den Laden nur mit gültiger Mitgliedskarte betreten darf. Diese muss im vorhinein erworben werden und kostet im Internet beispielsweise 60$.

Kosten für eine Costco Membership

Eine Gebühr von 60$ zu bezahlen, nur damit man im Supermarkt einkaufen gehen darf, hörte sich für uns am Anfang verrückt an und daher haben wir uns auch nie für eine Mitgliedschaft entschieden. Auf ein ganzes Jahr gesehen, kann es sich angesichts der möglichen Ersparnis aber möglicherweise rechnen. Für einige Wochen oder Monate wohl eher nicht.

Ein großer Vorteil von Costco sind allerdings die Tankstellen und damit kommen wir zum nächsten Punkt!

2. Benzinpreise

Während unserer Weltreise sind wir bisher über 80.000 Kilometer in über vier Ländern gefahren. Doch keines unserer bisherigen Campervans hatte einen solch hohen Benzinverbrauch wie unser Wohnmobil in Kanada. Satte 25 Liter pro 100 Kilometern im Schnitt!

Da jeder Reisende in Kanada unteschiedlich viel am Tag fährt und die Autos unterschiedlich viel verbrauchen, macht es keinen Sinn, die Ausgaben für Benzin pro Tag anzugeben. Daher listen wir dir nun die Benzinpreise verschiedenster Orte auf.

Eine sehr hilfreiche Handy-App war für uns “Gas Buddy“. Hier wird einem immer die günstigste Tankstelle im Umkreis angezeigt. Zudem kann man auf einer Kartenansicht alle Tankstellen, sowie die Preise in Echtzeit sehen. Die App funktioniert auch in den USA, was für unsere spätere Reise dann auch noch hilfreich war.

Die Preise variieren im Schnitt von 1,50$ pro Liter in Vancouver, BC bis hin zu 0,75$ pro Liter in Edmonton, AB.

Außerdem in Britisch Kolumbien: 1.50$ pro Liter in Vancouver, 1,45$ pro Liter auf  Vancouver Island und Kamloops mit 1,20$ pro Liter.

Alberta:  In Canmore 1,10$ pro Liter, Calgary liegt im Schnitt bei 0,90$ pro Liter und Edmonton mit unglaublichen 0,75$ pro Liter!

Anzumerken ist, dass die Benzinpreise in Alberta deutlich günstiger sind, als in Britisch Kolumbia. Grund dafür scheinen wohl die erhöhten Steuern zu sein. Denn Alberta ist einer der großen Ölförderer des Landes.

3. Camping

Apps als Hilfsmittel

Um unsere Kanada Roadtrip Kosten möglichst niedrig zu halten, haben wir oft wild gecampt. Um kostenfreie und auch bezahlte Campingplätze zu finden, haben wir die Handy-Apps iOverlander sowie Wikicamps benutzt. Hier werden einem auf einer interaktiven Karte alle Campingplätze inlusive Preis, Bilder und Bewertungen von anderen Reisenden angezeigt.

Mittels der Apps ist es möglich, so gut wie jede Nacht einen kostenlosen Schlafplatz für die Nacht finden zu können. In den Nationalparks kommt man um das Zahlen für einen Campingplatz jedoch nicht herum. Dafür steht man aber in wunderschöner Natur.

Preise für Campingplätze

Die Preise für Campingplätze bewegen sich im Schnitt von 15,70$ für einen schönen Platz in den Rocky Mountains (Staatlicher Campground), bis hin zu 35$ für einen privaten Campingplatz nahe Tofino auf Vancouver Island. Vor allem auf Vancouver Island steigen die Preise im Sommer rasant an. Staatliche Campgrounds findet man hier nicht so oft wie in den Rocky Mountains und so bleiben einem vor allem um Tofino nur die privaten Campingplätze. Wildcampen ist in den Nationalparks wie immer verboten, aber dennoch hier und da möglich, wenn man sich vorher gut informiert.

Hat man seinen Roadtrip schon komplett durchgeplant empfiehlt es sich, auch die Campingplätze im Voraus zu reservieren. Unsere Pläne haben sich meist täglich geändert und wir mussten oft nicht, wo wir am nächsten Tag überhaupt sein werden. Daher haben wir unsere Schlafplätze nicht vorreservieren können und mussten dann oft nehmen, was übrig geblieben war.

Im Schnitt haben wir mit einer Mischung aus Wildcamping, bezahlten State Campgrounds und dem ein oder anderen privaten Campground während unseres Roadtrips 7,5$ pro Nacht bezahlt für zwei Personen. Den mit Abstand coolsten Schlafplatz hatten wir auf Vancouver Island direkt neben einem Wasserfall auf einer Klippe im Wald auf iOverlander gefunden. Nachzulesen in diesem Beitrag oder auch auf YouTube im Video zu sehen.

Unsere Camps finden wir immer mit Wikicamps oder IOverlander

Nationalparkpass

Für den Besuch in die kanadischen Nationalparks benötigt man eine Eintrittskarte; einen Nationalpark Pass. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder ein Tagesticket oder eine Jahreskarte. Den Discovery Pass gibt es als Einzel-, Senioren- oder Familien/Gruppen-Ticket. Die Preise sind für Einzeltickets in den Parks unterschiedlich hoch. Wenn man nicht weiß, ob sich eine Jahreskarte lohnt oder man bei Tagestickets günstiger wegkommt, muss ein wenig rechnen. Eine Tageskarte kostet im Schnitt $10 pro Person. Ganz wichtig für alle, die mit Kindern reisen: seit dem 01.01.2018 sind die kanadischen Nationalparks eintrittsfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren!

So viel kostet der Discovery Pass für ein Jahr*:

  • Erwachsener: $69.19
  • Senioren: $59.17
  • Familie/Gruppe: $139.40

(*Preise: Stand Januar 2020)

Wir haben uns die Gruppen Karte gekauft und waren so in der Lage, auch mal Freunde in unserem Auto mitzunehmen. DEn Discovery Pass kann man sich hier online kaufen oder sonst auch mit Bargeld oder per Karte in jedem kanadischen Nationalpark.

Fazit zu unseren Kanada Roadtrip Kosten

Wir hoffen, dass dir  dieser Beitrag einen Einblick in die Kanada Roadtrip Kosten geben konnte. Im großen und ganzen würden wir Kanada im Vergleich zu unseren anderen bereisten Ländern wie Australien, Neuseeland und den USA eher als günstiges Land einstufen. Vor allem die staatlichen Campingplätze sind erschwinglich und müssen nicht immer zwingend vorreserviert werden. Lebensmittel sind teurer als in Deutschland und vergleichbar mit Australien oder Neuseeland. Falls du noch eine Frage zu den Kosten oder allgemein über Kanada hast, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen.

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