Camping auf Hawaii / 2 Wochen, 2 Inseln: Oahu und Kauai

Dass man auf Hawaii campen kann, wussten wir erst gar nicht. Doch nachdem wir uns für Hotels und AirBnB Preise erkundigt haben, haben wir dann irgendwo was von campen gelesen. Das klang erstmal total abenteuerlich und irgendwie auch kompliziert. Wir haben sieben Tage auf Oahu in Hawaii im Zelt gecampt. Campen auf Oahu in Hawaii ist abenteuerlich, rustikal und sehr budgetschonend! In diesem Beitrag möchten wir einen Einblick in das Campen auf Oahu und die schönsten Orte der Insel geben, die wir dabei entdeckt haben.

 

Campen auf Oahu in Hawaii – Planung

In Kanada haben wir recht spontan beschlossen auf dem Weg nach Australien nach Hawaii zu fliegen. Wann kommt man sonst schon mal in die Nähe Hawaii’s? Die Planung für Hawaii ist uns gar nicht so einfach gefallen. Grund dafür ist ein verwirrendes System für die Campingplätze auf Oahu.

Da wir unsere Campingausrüstung in Kanada bereits verkauft hatten und diese auch viel zu sperrig war, weiter zu transportieren, haben wir beschlossen, uns auf Oahu neue Ausrüstung zu kaufen. Die erste Möglichkeit wäre es gewesen, die Thrift Stores (Second Hand Shops) abzufahren. Da wir aber spät ankamen und noch eine gesamte Ausrüstung brauchten, kam diese Option für uns nicht in Frage. Stattdessen haben wir auf der Webseite von Walmart in der Campingabteilung geguckt und uns einen Teil der Ausrüstung vorbestellt, so dass wir dies nach unserer Ankunft nur nich abholen müssen. So kann schon mal nichts schief gehen. Darauf gehen wir weiter unten aber nochmal ein.

Anreise von Kanada nach Hawaii

Von Vancouver ging unser Flug nach Honolulu auf Oahu, Hawaii. 6 Stunden mit JetStar. Von unserer Airbnb Unterkunft sind wir mit Bus und Bahn zu dem Flughafen gefahren, in freudiger Erwartung der kanadischen Kälte zu entkommen. 

Am Flughafen kam dann die böse Überraschung! Am Check in Schalter haben wir erfahren, dass wir kein ESTA Visum für die USA haben und erst eines beantragen müssen. Wir waren eigentlich felsenfest überzeugt gewesen, ein ESTA Visum für die USA zu haben, wir waren ja noch vor zwei Wochen dort! Am Computer mussten wir unser Visum beantragen,- die Genehmigung kann bis zu 72 Stunden dauern. Wir waren völlig fertig mit den Nerven und der Check in hatte nur noch eine Stunde geöffnet. Ohne Visum hätten wir nicht mitfliegen können und unseren Flug verschieben müssen..

Glück im Unglück, wie durch ein Wunder haben wir einer nach dem anderen nach 20 Minuten qualvollem Warten das Visum genehmigt, 40 Minuten bevor der Check in schließt. So froh und erleichtert waren wir wohl noch nie, in einem Flugzeug zu sitzen! 

Campingausrüstung bei Walmart kaufen

Nach 6 Stunden Flug mit leichten, aber stetigen Turbulenzen und einer halben Stunde Verspätung kamen wir in Honolulu an. Über Billiger Mietwagen haben wir bei Alamo einen Mietwagen gebucht und diesen nun am Flughafen abgeholt. Danach sind wir zum Walmart einkaufen gefahren. Online haben wir dort unsere Campingausrüstung vorbestellt. Da wir gelesen haben, dass einiges ausverkauft sein kann, wollten wir lieber auf der sicheren Seite sein. Außerdem mussten wir uns dann nicht noch nach dem Flug alles zusammen suchen. So mussten wir nur noch mit unserem Mietwagen zu dem Walmart fahren, dort wurde der Barcode von unserer Bestätigungs-Email gescannt und wir haben unsere Bestellung bekommen. Es ging sehr einfach und hat problemlos geklappt.

Wir haben den Produktlink von Walmart eingefügt, dann kannst du dir unsere Campingausrüstung ganz leicht angucken.

Das haben wir bei Walmart vorbestellt:

Anschließend haben wir noch eine Decke, einen Topf und einige Lebensmittel gekauft und sind zu unserem gebuchten Campingplatz im botanischen Garten gefahren. Besteck, Schalen, einen Spülschwamm, Seife und den Campingkocher (natürlich ohne Gaskartusche) haben wir aus Kanada mitgebracht.

Campen auf O’ahu in Hawaii

Es gibt drei verschiedene Arten von Campingplätzen auf Hawaii.

  • Private
  • Staaliche
  • County

Wir werden demnächst noch einen zusätzlichen Beitrag zum Campen auf Hawaii veröffentlichen. Den werden wir dann bei Fertigstellung hier verlinken. Da die privaten Campingplätze beide im Norden sind, haben wir uns für einen County Campingplatz entschieden, der weiter im Süden von O’ahu liegt. Für die County Campingplätze auf O’ahu gibt es nur 3 oder 5 Tages Permits und diese beginnen immer am Freitag. Online haben wir uns eine 3 Tages Campingpermit für das Kahua Nui Makai Camp im botanischen Garten gekauft.

Zu spät haben wir festgestellt, dass wir es nicht schaffen, innerhalb der Öffnungszeit dort einzutreffen. Der botanische Garten ist von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet und anschließend noch von 17.30 bis 18.30 Uhr für die Camper. Wir kamen zehn Minuten zu spät bei dem Platz an und das Tor war verschlossen. Eine Telefonnummer hatten wir nicht, es war bereits dunkel und unser Hupen hat niemand gehört. Das besagte Tor ist 3 Kilometer von dem Campingbereich entfernt, also hätten wir auch nicht mal eben laufen können. 

Wir waren übermüdet, hatten Hunger und wussten nicht wohin. Uns blieb nichts anderes übrig als umzudrehen, wir sind zum Bellows airfield Platz gefahren. Dort wollten wir eigentlich ursprünglich schlafen, doch er war bereits ausgebucht. Ziellos haben wir im Dunkeln unser Zelt aufgestellt, haben noch etwas gegessen und sind in‘s Bett gefallen. (oder besser gesagt auf die Luftmatratze) 😉

Waikiki Beach

Das Camp am Bellows Field ist schön, aber ziemlich voll und auch recht laut. Nach einer unruhigen und unbequemen Nacht (die Luftmatratze war zu hart) sind wir am nächsten Morgen aufgewacht und erstmal zu dem weltbekannten Waikiki Beach gefahren. Dieser befindet sich in der Metropole Honlulu und ist von Hotels, Hochhäusern und Palmen umringt. Das Wasser ist wunderschön hellblau und der Strand weiß. Am Strand ist genauso viel los, wie wir es uns vorgestellt haben, aber es ist auch wirklich traumhaft schön hier!

Tobi hat sich hier für 20$ ein Surfbrett gemietet. Danach sind wir noch etwas durch Waikiki geschlendert und sind am Nachmittag zu dem Campingplatz, dem Kahua Nui Makai, am botanischen Garten gefahren. Diesmal haben wir in Ruhe unser Zelt aufgebaut, gekocht und die kommenden Tage geplant.

Kahua Nui Makai Campground am botanischen Garten

Dieser Platz hat uns wahnsinnig gut gefallen! Für die drei Nächte haben wir 32$ bezahlt, unschlagbar! Der Campground ist inmitten des botanischen Garten, umgeben von tropischen Bäumen und Pflanzen und mit Blick auf die wunderbaren grünen Berge. Es gibt ein Haus mit Toiletten und sogar Indoor Duschen (aber ohne Tür). Abends kamen nach der Dämmerung die Mücken raus, aber wir haben uns immer etwas langes angezogen. Genauso haben wir uns das Campen auf Oahu in Hawaii vorgestellt!

Es gibt ja diesen bekannten Fotospot in dem botanischen Garten. Seit einiger Zeit stehen hier überall Schilder, dass man dort nicht anhalten und fotografieren darf. Dieser befindet sich direkt hinter dem Eingangstor zum botanischen Garten, wo der Parkranger ist. Drei Kilometer von dem Camp entfernt. Obwohl der Garten erst um 9 Uhr morgens öffnet, war der Ranger schon um 7:30 Uhr da und hat uns misstrauisch gefragt, was wir denn hier haben. Wir, mit der Kamertasche auf dem Schoß „aach, wir gucken nur!“ 😀 Dafür gibt es einige andere Stellen, an denen man auch ein Foto machen kann. Es muss ja nicht immer ganz genau das sein, was man schon so oft gesehen hat. Diese Stelle befindet sich direkt hinter dem Camp und bietet ebenfalls einen tolle Blick auf die grünen Berge Hawaii’s.

 

Manoa Falls – ein Wasserfall im Regenwald

Unser Zelt haben wir auf dem Campingplatz stehen gelassen, so können wir uns das aufbauen und abbauen sparen. Die Wertsachen haben wir natürlich immer alle dabei (im kleinen Rucksack) und an die Zelttür haben wir ein kleines Zahlenschloss gehangen. Wir sind zu den Manoa Falls gefahren. Das Parken kostet 5$ pro Auto und ein kleiner Weg führt durch den wunderschönen Regenwald zu einem Wasserfall.

Regenwald auf O’ahu

Wir fühlen uns direkt wie im Dschungel! Es ist heiß und schwül, überall sind wunderbar grüne Pflanzen, Lianen und Bäume.

Hier ist der Weg das Ziel. Der Wasserfall selber ist nicht besonders spektakulär und auf dem kleinen Wanderweg ist wirklich viel los.

Viel Wasser kommt hier nicht

Nach dem Spaziergang haben wir etwas Kopfweh, wir sind einfach noch nicht an das Klima hier gewöhnt. Wir beschließen, die Südküste und die Ostküste entlangzufahren um erstmal einen Überblick über Oahu zu bekommen.

 

Schnorcheln in der Hanauma Bay

Wir fahren vorbei an dem bekannten Diamond Head bis zu der Hanauma Bay. Die Hanauma Bay ist ein Naturschutzgebiet, in welcher Bucht ein Korallenriff liegt. Der Besucheransturm auf die Hanauma Bay ist groß, weswegen die Bucht jeden Dienstag geschlossen wird. Damit die Fische endlich mal Ruhe haben 😉 Wir haben schon viel über die Hanauma Bay gelesen, überwiegend negatives. Die Korallen sollen sehr kaputt sein und eigentlich lohnt es sich gar nicht in der Hanauma Bay zu schnorcheln. Deswegen wollten wir uns selber mal einen Eindruck darüber verschaffen. Zum Parken bezahlt man 1$ und nochmal 7.50$ Eintritt pro Person. Danach muss man sich einen kurzen Film über Korallenriffe anschauen. Für uns ist es natürlich vollkommen logisch, dass man sich nicht auf Korallen stellt, sie berührt oder ähnliches, für viele andere sicherlich nicht. Danach können wir runter in die Bucht gehen.

Wer faul ist, kann sogar mit einem kleinen Zug für 1$ herunter fahren 😉 Die Hanauma Bay sieht von oben wunderschön aus. Das Wasser ist klar und man kann die Korallen sogar sehen.

Ich stürze mich sofort gespannt in das Wasser. Eine Schnorchelbrille haben wir uns noch bei Walmart gekauft.  Korallen sieht man tatsächlich nicht wirklich, eher abgestorbene Korallen, die nun wie Steine aussehen. Hier und da sieht man mal eine vereinzelte Koralle, aber mehr auch nicht. Dafür tummeln sich hier umso mehr bunte Fische, kleine und sogar richtig große. Viele haben wir schon in anderen Korallenriffen in Australien, Malaysia oder Indonesien gesehen. Wie das Riff wohl vor 50 Jahren ausgesehen hat? Sicherlich besser als jetzt. Immerhin bietet es noch einen Lebensraum für die unzähligen Fische. Trotz allem hat uns das Schnorcheln doch gut gefallen, man sollte es allerdings nicht mit anderen Korallenriffen vergleichen.

Anschließend fahren wir die Küstenstraße entlang und haben viele imposante Ausblicke. Immer wieder halten wir an, machen Bilder und bestaunen Hawaii’s Schönheit.

Makapu’u Lookout

Von dem Makapu’u Point hat man einen schönen Blick auf den Makapu’u Beach und die Küste, umrahmt von den grünen Bergen.

Sandy Beach

Der Sandy Beach gilt als einer der gefährlicheren Strände auf O’ahu. Man sieht es auch sofort. Die Wellen knallen mit ungeheurer Wucht direkt auf den Sandstrand drauf. Einige sind mit dem Bodyboard im Wasser, aber schwimmen tut hier niemand. Auch wir gucken nur und fahren dann weiter.

Der Sandy Beach ist nicht ungefährlich

Waimanalo Beach

Ursprünglich hatten wir überlegt bei dem Waimanalo Beach zu campen. Doch nachdem wir uns etwas informiert haben und uns Bewertungen durchgelesen haben, haben wir dies dann doch lieber gelassen. An dem Waimanalo Beach ist eine große Zeltsiedlung von Obdachlosen, die hier am Strand leben. Sie leben nicht auf dem Campingbereich, sondern direkt dahinter. Grund für die zahlreichen Obdachlosen auf Hawaii sind die hohen Preise für Wohnungen.Wenn man aus den USA kommt, ist man den Anblick von den Zelten schon etwas gewohnt, doch hier auf Hawaii ist es besonders bizarr.

Natürlich sind nicht alle böse,- wir haben uns sogar mit einigen unterhalten und sie waren sehr nett. Doch dort schlafen muss dann nicht sein, da hätten wir uns schon sehr seltsam gefühlt. Interessanterweise war der Campingbereich komplett leer, es schläft also auch niemand anders hier, während andere Plätze wiederum ausgebucht sind. Wir sind froh, uns über das Camp am Waimanalo Beach informiert zu haben und fahren zurück zu unserem Camp am botanischen Garten. Der Waimanalo Beach selber ist wunderschön und sieht den naheliegendem Bellows Field sehr ähnlich.

Dies ist unsere letzte Nacht auf dem Campingplatz am botanischen Garten. Die Permit gilt für drei Nächte, also von Freitag bis Montag. Wir bauen am nächsten Morgen unser Zelt ab, verstauen alles im Auto und fahren die Ostküste entlang, auf der Suche nach dem Traumstrand. Und wir finden ihn!

Kualoa Beach Park – unser Traumstrand

Von diesem Strand hat man einen Blick auf die vorlegarte Insel Mokoli’i, auch bekannt als Chinaman’s Hat. Auf dem Parkplatz ist schon deutlich weniger los als bei den Stränden weiter im Süden. Da wir aber den Strand einmal für uns ganz alleine haben wollen, gehen wir weiter nach rechts. Der Strand wird sehr schmal und wir gehen ein Stück den Strand entlang. Und dann sind wir ganz alleine. Genauso, wie wir es uns gewünscht haben. Wir fliegen mit unserer Drohne und machen dabei unglaubliche Aufnahmen!

Genauso haben wir uns Hawaii immer vorgestellt. Ein Strand mit hellblauem Wasser, weißen Sand und im Hintergrund die grünen Berge aus Jurassic Park!

Von diesem Paradies können wir uns nur schwer trennen, dieser Strand gefällt uns richtig gut. Schon einfach, weil wir endlich mal alleine sind und den Ort für uns haben. 🙂

Ganz in der Nähe befindet sich auch die Kualoa Ranch, die wurden schon Filme wie Jurassic Park gedreht. Es gibt verschiedene Touren zu den Filmschauplätzen. Die Touren sind bereits lange im Voraus ausgebucht, man sollte sie also früh genug buchen.

Kahana Bay

Die Kahana Bay ist ein weiterer schöner Strand an der Ostküste von Oahu. In der Nähe von dem Strand befindet sich auch der Crouching Lion Hike. Leider stand dieser auf unserer Liste, aber wir haben zeitlich einfach nicht alles geschafft.

Kahana Bay auf O’ahu

Malaekahana Beach Campground

Der Malaekahana Beach Campground ist ein privater Campingplatz auf Oahu und befindet sich an der North Shore. Da der Campingplatz privat geleitet ist, ist er an jedem Tag geöffnet. Die County Campingplätze haben ja wie bereits zuvor erwähnt nur 3 oder 5 Tages Permits und haben an bestimmten Tagen in der Woche geschlossen. Außerdem gilt der Malaekahana Beach Campground als der sicherste Campingplatz auf Oahu. Jeden Abend um 19 Uhr geht die Schranke zu und dann kommt man mit dem Auto nicht mehr herein, nur noch zu Fuß. Um 7 Uhr morgens öffnet sich die Schranke wieder. Man muss also vor 19 Uhr kommen und kann erst vor 7 Uhr morgens fahren. Für uns war es okay, da es eh um 18 Uhr bereits dunkel wird.

Hier hatten wir immer tierische Gesellschaft

Die Anlagen sind eher rustikal und auch nicht besonders sauber, aber ansonsten hat es uns sehr gut gefallen. Es gibt nur kaltes Wasser und die Duschen sind draußen. Noch in Kanada haben wir uns über deren Website fünf Nächte gebucht. Die Campsite konnten wir uns dabei selber aussuchen. Eine Nacht im Zelt für zwei Personen kostet 18.80$. Man kann auf dem Malaekahana Beach Campground auch im Auto schlafen, dies darf man auf den anderen gewöhnlich nicht. Bis jetzt macht uns das das Campen auf Oahu großen Spaß. Nach einer kleinen Eingewöhnung schlafen wir auch in unserem Zelt besser und wir haben sehr großes Glück mit dem Wetter. Zweimal hat es einen kleinen Regenschauer gegeben und bis auf einige Wolken haben wir jeden Tag Sonne!

Der Strand vom Malaekahana Beach Campground

Der Strand am Campingplatz ist auch schön, allerdings haben wir dort nur wenig Zeit verbracht, da wie tagsüber immer unterwegs waren.

Jeden Morgen um 4.30 Uhr fangen die Hähne lauthals an zu krähen. Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Es kommt darauf an, wie nah die Hühner und Hähne bei uns am Zelt schlafen. Wenn sie direkt im Baum neben uns schlafen, dann ist es wirklich sehr laut.

Die Hühner vom Campingplatz

Heute erkunden wir die Strände an der North Shore. Hier soll das Meer am wildesten sein und im Winter finden hier Surfwettbewerbe statt.

Sunset Beach

Der Sunset Beach ist bekannt für die tiefhängende Palme. Und natürlich für die großen Wellen. Im Sommer soll das Meer hier wohl ganz flach und ruhig sein. Bei dem Anblick können wir uns das irgendwie gar nicht vorstellen. Was uns auffällt: obwohl das Meer so wild ist, ist das Wasser wunderbar blau.

Banzai Pipeline

Der Pipeline Beach befindet sich nicht unweit von dem Sunset Beach und ist ebenfalls für große Wellen bekannt, auf denen man (wenn man es denn kann), gut surfen kann. Zum schwimmen ist er ebenfalls eher ungeeignet.

Laniakea Beach

Der Laniakesa Beach ist sehr bekannt. Grund dafür sind die hawaiianischen Meeresschildkröten, die hier regelmäßig an den Strand kommen, um sich auszuruhen. Zweimal waren wir hier und haben gehofft die Schildkröten sehen zu können. Leider waren keine da. Beim dritten Versuch hatten wir dann über Glück. Zwei große Meeresschildkröten haben am Strand gelegen. Wir waren total aus dem Häuschen! Wir haben schon einige Male Schildkröten beim schnorcheln gesehen und jedes Mal war es ein besonderes, faszinierendes Erlebnis. Aber noch nie haben wir eine Meeresschildkröte am Land gesehen. Freiwillige passen den Tag darüber auf, dass den Tieren niemand zu nahe kommt und sich sich in Ruhe ausruhen können.

Haleiwa Beach

Wer nicht auf Monsterwellen surfen möchte, der ist am Haleiwa Beach genau richtig. Auch dieser Strand befindet sich an der North Shore und die Wellen sind hier deutlich kleiner und auch für Anfänger geeignet. Für 20$ kann man sich ein Surfbrett für den ganzen Tag leihen. Außerdem haben wir hier sehr viele Schildkröten im Wasser gesehen.

Surfen am Haleiwa Beach

Surfwettbewerbe an der North Shore

Im Winter finden im Norden von Oahu zahlreiche Surfwettbewerbe statt, wo Profisurfer aus aller Welt antreten. Die richtig großen Wellen findet man hier allerdings eher im Januar oder Februar, da ist der November noch etwas zu früh.

Im Winter finden an der North Shore viele Surfwettbewerbe statt

Mokule’ia Beach

Wir haben uns vorgenommen, einmal ganz an das Ende von O’ahu zu fahren. Die Straße führt nicht einmal rund um die Insel, sondern endet am Kaena Point. Unweit davon liegt der wunderschön blaue Mokule’ia Beach. Hier wurde auch die Serie Lost gedreht. Am Mokule’ia Beach gibt es keinen Lifequard, dafür aber gefährliche Strömungen. Man sollte auf keinen Fall zu weit in das herrlich blaue Wasser gehen.

Kailua Beach

Da wir nun genügend Zeit im Norden von O’ahu verbracht haben, fahren wir heute noch einmal in den Süden. Wir möchten bei dem Kailua Beach ein Paddleboard mieten. Die Entfernungen auf der Insel ziehen sich immer ganz schön. Für die 50 Kilometer von dem Malaekahana Campground im Norden zu dem Kailua Beach im Süden fährt man eine Stunde.

Der Kailua Beach liegt neben dem bekannten Lanikai Beach und hat ebenfalls wunderschönes, hellblaues Wasser und einen weißen Sandstrand. Allerdings liegt dieser nicht in der Natur, sondern in einem Wohngebiet.

Dieser Strand ist wahrhaftig ein Paradies! Ewig lange haben wir in dem warmen Wasser gelegen und uns wie im Traum gefühlt. Das Mieten eines Paddelboards hat für den halben Tag 52.50$ gekostet.Wir sind hier sogar noch mit unserer Drohne geflogen. 

Westküste von O’ahu

An unserem letzten Tag auf O’ahu haben wir beschlossen, noch die Westküste zu besuchen. Diese ist weniger besucht und angeblich auch nicht so sehenswert. Von unserem Campingplatz bis an die obere Westküste haben wir für rund 90 Kilometer anderthalb Stunden gebraucht. Die Westküste ist trockener als das restliche O’ahu und auch nicht so touristisch. Und wir wir nun sagen können: auch nicht so schön. Klar, die Westküste ist an sich auch schön. Aber nicht so schön wie der Osten, der Süden oder der Norden. Es ist landschaftlich nicht so sehenswert wie andere Teile O’ahu’s und außerdem lebt hier anscheinend die sozialschwache Schicht. Wir haben am Straßenrand und an den Stränden unheimlich viele Zelte gesehen oder zusammengezimmerte Holzhütten. Irgenwie hat es uns hier nicht gehalten und wir wollten unseren letzten Tag auf O’ahu doch lieber anders verbringen.

Überall auf Hawaii gibt es Paradiesblumen. Wir kennen es ja eigentlich so, dass Bäume nur im Frühling einmal blühen, wie zB Kirschbäume oder Apfelbäume. Auf Hawaii allerdings scheint fast jeder Baum und jeder Strauch zu blühen und es wimmelt nur so von exotischen und paradiesischen Blüten!

Must do: Shaved Ice essen

Wer auf Hawaii ist, der sollte unbedingt Shaved Ice essen. Und das haben wir! Weil es uns so gut geschmeckt hat, sogar mehrfach! Nach einiger Recherche sind wir auf Matsumoto Shave Ice gestoßen, hier soll es das beste Eis auf ganz Hawaii geben. Und es schmeckt wirklich sehr lecker! Wenn wir so daran denken, hätten wir jetzt am liebsten noch ein’s!

 

Fazit zum Campen auf Oahu in Hawaii

Das Campen auf Oahu in Hawaii war für uns persönlich ein voller Erfolg! Unsere Campingausrüstung von Walmart war sehr zufriedenstellend und es hat uns an nichts gefehlt. Preis-/Leistungsverhältnis ist wirklich top! Abgesehen von dem ersten Abend, wo wir nicht mehr auf unseren bezahlten Campingplatz kamen, hat alles gut geklappt. Wir sind froh, einige Tage im Süden von Oahu gecampt zu haben und die restlichen Tage im Norden. Der Campingplatz im botanischen Garten hat uns sehr gut gefallen, allerdings war es ziemlich nervig, auf die Öffnungszeiten angewiesen zu sein. Nach 18:30 Uhr kommt man nicht mehr auf den Campplatz, das hat uns oft eingeengt. Der Malaekahana Campingplatz im Norden ist zwar rustikal, aber war ebenfalls echt schön. Hier kam dann auch das richtige Campinggefühl auf!

Mit dem Wetter hatten wir für November wirklich Glück! Bis auf zwei kurze Regenschauer hatten wir immer tolles Wetter! Das Camping System auf Oahu ist wie gesagt ziemlich kompliziert und hat uns viel Zeit für die Planung gekostet. Deswegen gibt es hier demnächst noch einen extra Beitrag über das Campen auf Hawaii, wo wir noch detaillierter einige hilfreiche Tipps erläutern!

Ist Campen auf Hawaii sicher?

Wir haben gelesen, dass auf Oahu (eigentlich auf allen hawaiianischen Inseln) oft Autos, insbesondere Mietwagen, aufgebrochen werden. Das hat uns viele Sorgen beschert, da wir ja unseren gesamten Besitz im Mietwagen haben und nichts im Hotel lassen können. Die meisten Wertsachen (Kamera, alle Objektive, Drohne, GoPro, Portmonnaies, Reisepässe) hatten wir immer im Tagesrucksack mit uns und haben dies nie im Auto gelassen, auch nicht zum einkaufen. Auf dem Campingplatz haben wir alle Wertsachen in eine große Tasche verstaut und in unser Zelt gelegt. Außerdem können wir nur empfehlen, sich im Vorhinein über die County Campingplätze und auch die Staatlichen zu informieren und Bewertungen zu lesen (auf Google, Tripadvisor).Wir sind froh, nicht bei dem Waimanalo Beach gecampt zu haben und haben uns ansonsten aber immer sicher und wohl gefühlt.

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