Mit dem Campervan einmal quer durch Spanien, vom warmen Andalusien bis hin zu den einsamen Stränden nach Galizien.

Wir verraten dir alle Stopps und Highlights von unserem Spanien Roadtrip und geben dir Tipps für deinen Roadtrip. Unsere kostenlosen und bezahlten Stellplätze in Europa finden wir übrigens immer über die App Park4Night. Außerdem sind dort auch alle Dumpspots, Parkplätze oder öffentliche Duschen und Toiletten eingetragen.

Mit dem Campervan durch Spanien – unsere Route

Mit dem Campervan durch Spanien – unsere Reiseroute, Tipps & Stellplätze

La Granadella

Unser erster Stopp in Spanien ist direkt ein kleines Paradies. La Granadella Beach, eine wunderschöne Bucht mit klarem Wasser. Hier gibt es einen tollen Wanderweg am Meer entlang der viele tolle Ausblicke bietet. Gerade im Frühling blühen hier viele Blumen und die Aussicht auf das Meer ist traumhaft. Wir haben für zwei Nächte auf dem oberen Strandparkplatz geschlafen und dabei den Ausblick auf die türkisblaue Bucht genossen.

Calpe

Wir verlassen unseren schönen Schlafplatz und fahren die Küste weiter Richtung Süden. Eigentlich wollten wir noch zu einem anderen Strand, doch es ist sehr windig und so fahren wir weiter nach Calpe. Calpe ist ein sehr touristischer Ort mit vielen Hotelanlagen. Im Mai in Corona Zeiten ist es hier sehr ruhig und von Touristenmassen keine Spur. Vom Ort aus klettern wir auf den Penyal d’Ifac, einen 332 Meter hohen Kalksteinfelsen. Der Aufstieg ist bei den warmen Temperaturen recht anstrengend und die ausgetretenen Felsen sehr rutschig. Die Aussicht von dort oben ist aber top und entschädigt alles. In Calpe mussten wir Wäsche waschen und haben deswegen auf einem kleinen Campingplatz im Ort geschlafen.

Pou Clar

Nun geht es landinwärts. Wir haben Bilder von schönen Wasserlöchern gesehen und da möchten wir unbedingt hin. Die Wasserlöcher namens Pou Clar befinden sich neben dem Ort Ontinyent und sind eigentlich direkt nebend der Straße. Hier befinden sich mehrere Süßwasserpools, in denen man hervorragend baden und sich erfrischen kann. Das Wasser ist richtig schön kalt und wunderbar blau schimmernd.

Cabo de Gata

Unser Spanien Roadtrip mit dem Campervan geht weiter und wir fahren durch den Cabo de Gata Nationalpark, ein wilder Zipfel an der andalusischen Küste. Wir haben unterwegs viele hübsche kleine Dörfer gesehen und die Küste ist recht rau. Bei unserem Besuch war es leider durchweg sehr windig, so dass wir hier eigentlich nichts unternommen haben.

Tabernas

In Tabernas befindet sich die trockenste Wüste Europas und somit die einzig „echte“ Wüste in Europa. Wir haben auf unserer fünfjährigen Weltreise zwar schon viele Wüsten gesehen, doch auch für uns darf ein Abstecher natürlich nicht fehlen. Hier wurden aufgrund der interessanten Landschaft viele Filme gedreht und es gibt sogar ein „Mini Hollywood“, welches man besichtigen kann. Wir haben mit unserem Van inmitten der kargen Landschaft gecampt und die Einsamkeit in vollen Zügen genossen. Platz gibt es eschließlich ohne Ende!

Warme Quellen bei Granada

In der gesamten Sierra Nevada entspringen viele Thermalquellen aus dem Boden und einige von ihnen sind sogar warm. Vor allem in der Gegend rund um Granada gibt es viele von diesen warmen Quellen. Wir wollten zwei davon besuchen, doch leider war die Anfahrt dahin mit unserem Van wirklich nicht einfach und hat auf unserem Lack so einige Kratzer hinterlassen. Deswegen können wir hier leider keine klare Empfehlung geben.

Rio de Chillar

Nun wird es abenteuerlich! Wir wandern entlang des Rio de Chillar, immer dem (oder besser gesagt im) Flussbett entlang durch eine Schlucht. Am Ende der insgesamt 12 Kilometer langen Wanderung erwartet uns ein wundervoller kleiner Wasserfall. Wir hatten Glück und bei unserem Besuch war kaum was los und wir konnten ganz alleine unter dem Wasserfall baden, ein tolles Erlebnis! Die Wanderung ist natürlich etwas anstrengend und man ist die meiste Zeit im Wasser, aber es macht auch richtig viel Spaß und ist ein tolles Erlebnis! Dabei sollte man aber unbedingt Schuhe tragen die nass werden dürfen, mit Flip Flops oder barfuß kann es schnell böse enden.

Frigiliana

Andalusien ist für die hübschen weißen Dörfer bekannt, welche man besonders im Süden findet. Wir haben uns entschieden den kleinen Ort Frigiliana an der Costa del Sol zu besichtigen. Frigiliana ist ein unglaublich malerischer Ort mit vielen kleinen Gassen und entzückenden Häuschen. Von uns eine klare Empfehlung!

Gibraltar

Ankunft in England. Hä, England? Ja, Gibraltar gehört zu England und hier bezahlt man mit britischen Pfund, die Autos haben andere Kennzeichen und auf dem Berg leben sogar Affen. Leider konnten wir Gibraltar aufgrund von Corona Bestimmungen keinen Besuch abstatten, sondern nur vom spanischen Festland rüberschauen.

Tarifa

Tarifa wird auch als Windhauptstadt des Landes bezeichnet und das zu gutem Recht. An der Südküste Spaniens und insbesondere in der Meerenge bei Gibraltar ist es oft sehr windig, deswegen ist es auch ein beliebter Ort für Kite Surfer. Wir haben zwei Tage in Tarifa am Strand wild gecampt und einfach nur das Meer genossen. An einem Tag war es sogar komplett windstill und wir hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Unser Spanien Ropadtrip endet hier erst einmal und wir fahren nach Portugal. In Portugal fahren wir an die schönen Strände der Algarve, bevor wir im Norden wieder auf Spanien treffen. Zu Portugal wird es später eventuell noch einen gesonderten Beitrag geben.

Galizien

Der Norden von Spanien ist ganz anders als der Süden oder der Osten. Viel einsamer, wilder und grüner. Es regnet hier mehr und das spiegelt sich auch in der Landschaft wieder. Besonders gut haben uns die von Vigo nördlich gelegenen ‚Zipfel‘ gefallen. Hier ist auch der Islas Atlanticas de Galicia Nationalpark. Dazu gehören viele kleine und große Inseln in einer wunderschönen Küstenlandschaft. Die gesamte Küstenlinie von Galizoen ist sehr sehenswert. Besonders gut gefallen haben uns O Grove, O Ancoradoiro und der Pantin Beach.

Fisterra

In Fisterra ist das inoffizielle Ende von dem Jakobsweg und unterwegs dahin haben wir noch einige Pilgerer und Wanderer gesehen. Wie gut, dass unsere Reise hier nicht endet und wir noch weiter fahren. Die Küste ist sehr schön und auch der Leuchtturm ist definitiv sehenswert.

Picos De Europa

Der Picos De Europa Nationalpark darf auf keinem Spanien Roadtrip fehlen. Nach der langen Zeit am Meer sind wir dankbar für etwas Abwechslung und möchten im Picos De Europa wandern gehen. Von der Küste sind wir nach Fuente De gefahren und anschließend mit der Bergbahn hochgefahren, von hier starten viele tolle Wanderungen durch den Nationalpark.

Bardenas Reales Nationalpark

Unendliche Weiten und abstrakte Felsformationen,- das alles findet man in dem Bardenas Reales Nationalpark. Die Nacht davor und auch danach haben wir in Arguedas auf einem offiziellen kostenlosen Stellplatz übernachtet, der direkt neben alten Höhlenwohnungen liegt. Einige Höhlen sind sogar richtig gut erhalten und es gibt noch eine Hausnummer oder eine Kochstelle. Der Bardenas Reales Nationalpark hat uns an die Wüstenlandschaften der USA erinnert. Eine 20 Kilometer lange Schotterstraße führt durch den Park und so kommt man an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Das Highlight dieser Halbwüste ist der Castildetierra.

Natürlich gibt es in Spanien noch viel mehr zu entdecken. Wir waren insgesamt 6 Wochen mit unserem Campervan in Spanien unterwegs und sind überrascht, wie vielseitig Spanien doch ist. Nach unserem Spanien Roadtrip sind wir nach Südtirol gefahren und über Österreich und die Schweiz weiter nach Deutschland, von wo aus es über Dänemark nach Norwegen ging.

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