Zeit für Whale Watching und Surfen im Olympic Nationalpark! Nach unseren erlebnisreichen Tagen in der Stadt Seattle hat es uns wieder in die Natur verschlagen. Nun sollte es ein gelungener Mix aus Bergen und Meer werden und das hat der Olympic Nationalpark, der an der Nordwestküste der USA liegt,  allemal zu bieten. Der Olympic Nationalpark wurde 1981 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Das hat er seiner einzigartigen Flora- und Fauna zu verdanken, denn hier gibt es sehr viele endemische Pflanzen- und Tierarten.

Olympic Nationalpark – Regenwald am Strand

Eine Besonderheit dieses Parks ist, dass der Wald hier direkt an das Meer angrenzt und daher findet man dort überall umgefallene Baumstämme. Zudem findet man im Olympic Nationalpark auch einen gemäßigten Regenwald, denn hier befindet sich der regenreichste Punkt der USA (außerhalb Alaska und Hawaii).

Wir hatten großes Glück und es waren über sieben Tage purer Sonnenschein voraus gesagt! Also haben wir uns von Seattle aus schnell auf den Weg zur Olympic-Halbinsel gemacht, welche ca. 220 Kilometer entfernt liegt.

Der Strand und die Meeresbewohner

Zu unserer Verwunderung führte hierher keine kleine Landstraße, sondern eine große Autobahn. Aber in den USA ist natürlich alles groß! Immerhin war es bei unserer Ankunft im kleinen Örtchen „Hansville“ überraschend ruhig. Hier haben wir uns auf Anhieb wohl gefühlt und zum ersten mal wieder das richtige Meer gesehen! Am „Point-no-Point Lighthouse“ haben wir erfahren, dass man hier sehr oft  Orcas (Killerwale), Seeotter, Robben und Delfine sehen kann. Also sind wir am nächsten Morgen um 7 Uhr zum Sonnenaufgang wieder gekommen, aber außer Robben konnte wir leider keine Meeresbewohner entdecken.

Trotz allem sind die Robben hier sehr entspannt und man kann immer mal wieder einen ihrer Köpfe aus dem Wasser heraus gucken sehen. Nun hatte uns das Meeresfieber wieder gepackt und wir wollten mehr entdecken und weitere Tiere sehen!

Port Angeles Whale Watching

Im Internet sind wir auf die Whale Watching Tour in Port Angeles gestoßen. Dieser Ort liegt an der Juan-de-Fuca Straße, einer Meeresenge, direkt gegenüber von Vancouver Island in Kanada. Demnach ist das Meer hier sehr ruhig und wir müssen uns auch keine Sorgen über Seekrankheit machen. Zudem verspricht der Betreiber eine 100 prozentige Erfolgsquote Wale zu sehen!

Am nächsten Morgen ging es los zum Hafen. Auf dem Meer lag ein dichter Nebel und dem Kapitän zu folge, ist das in dieser Gegend ein häufiges Phänomen. Wir fuhren also aus dem puren Sonnenschein rein in den dichten Nebel und konnten keine 10 Meter weit mehr sehen.

Nach ca. einer Stunde haben wir die USA per Boot verlassen und waren in kanadischen Gewässern nahe der Küste Vancouver Islands. Dies sei der Bereich, in dem die meisten Buckelwale gesichtet werden. Im dichten Nebel konnte man immer noch nicht viel sehen, doch plötzlich hörten wir ein lautes Zischen! Denn nur wenige Meter entfernt tauchten vier Buckelwale auf und schwammen direkt auf uns zu.

Wir waren überwältigt und folgten ihnen für ganze 15 Minuten bis sie wieder hinab in die Tiefe getaucht sind! Danach haben wir eine kleine Felsinsel besucht, auf welcher viele Seelöwen, sowie der ikonische Weißkopfseeadler zu finden sind.

Aber das sollte natürlich noch nicht alles sein, denn der Kapitän meinte es mit seiner 100% Erfolgsgarantie sehr ernst. Wir fuhren endlich etwas aus dem Nebel heraus und fanden schon die nächste Gruppe von Buckelwalen. Diese haben an der Waseroberfläche gejagt, was selten ist. Durch das Wasser konnte man ihre weiße Seitenflosse schimmern sehen. Wir waren überglücklich!

Auf dem Rückweg ging es entspannt an der Küste des Olympic Nationalparks entlang und man konnte sogar die Gletscher auf den entfernten Bergspitzen sehen. Insgesamt haben wir bei unserer Walbeobachtung etwas 10 Buckelwale gesehen. Orcas haben wir leider nicht aufgespürt.

Wir haben unseren Tag sehr genoßen und würden die Tour immer wieder empfehlen.

Wandern im Olympic Nationalpark bei Mount Angeles

Nun war es Zeit für etwas Bewegung uns wir sind weit in den Olympic Nationalpark hinein, zur Hurricane Ridge gefahren. Hier starten mehrere Wanderwege in die Bergketten der Halbinsel. Wir haben eine Tageswanderung auf den Mount Angeles gemacht.

Der Weg war sehr schön und wir haben einige Tiere beobachten können.

Oben angekommen mussten wir sogar ein Stück über große Steine klettern. Von hier aus konnte man das Meer sehen und dank des klaren Wetters, sogar bis auf das kanadische Festland blicken!

 

Surfen an der Pazifikküste

Nach ein paar entspannten Tagen in der Stadt Port Angeles, hieß unser nächstes Ziel Crescent Beach! Hier haben wir ein wunderschönes Camp namens „Salt Creek Recreation Area“ gefunden. Man steht auf einer Anhöhe, mit wundervollem Blick auf das Meer und kann die Wellen brechen hören. Eine Nacht kostete uns nur 20$.

Wenn die Wellen groß sind und im perfekten Winkel in die Meeresstraße hinein laufen, kann man am Crescent Beach wunderbar surfen. Bei unserem Aufenthalt waren sie nicht wirklich groß, aber es war windstill und die Sonne schien ohne Ende. Tobi hat sich im Vorhinein einen 5/4/3 Millimeter Wetsuit gekauft, denn das Wasser hier ist um die 11 Grad „warm“.

Die nächsten Tage haben wir weiter die Küste der Olympic Halbinsel erkundet und sind zum nordöstlichsten Punkt des Festlands der USA gefahren.

Twilight Abenteuer im Regenwald

Im Ort Forks, an der Westküste der Olympic Halbinsel angekommen, wurde der Film Twilight gedreht. Überall stehen Filmrelikte herum und man kann viele mystische Szenen entdecken. Hier findet man auch den regenreichsten Punkt der USA und daher wächst hier eine Art Regenwald.

Im „Hoh Rainforest“ gibt es ein paar wunderschöne, versteckte Campingplätze.

Aber aufgrund der Feuchtigkeit ist hier nicht an ein Lagerfeuer zu denken. Denn auch bei unserem Besuch regnete es komplette vier Tage durch. Die Tage hier haben wir mit Entspannung und Erkundungen der Natur verbracht. Man findet ein paar schöne und kleine Wanderungen durch den Wald, in dem die Bäume mit dickem Moos bewachsen sind.

Wir haben sogar Hirsche gesehen!

Auch am Strand entlang, gibt es ein paar schöne Wege und überall findet man alte Baumstämme. Die Wellen am La Push Beach waren sehr hoch und wild und aufgrund der Isolation ist Tobi lieber mal an Land geblieben.

Aber ein paar Tage später in Westport konnte er es trotzdem nicht lassen und hat sich mit ein paar anderen abenteuermutigen Leuten ins kühle Nass gestürzt. Hier geht man wohl doch lieber im Sommer surfen, denn das Wasser hier ist zur Zeit einfach nur wild und unbeherrschbar schwierig. Nichtsdestotrotz ist der beste Surfer der, der am meisten Spaß hat!

Besuch alter Freunde und Aufbruch nach Kanada

Wir verbrachten nun knapp einen Monat in den USA und haben sehr viel erlebt. Wir haben einen Eindruck der USA und mit dem Staat Washington eine untouristische Ecke gesehen. Uns hat es sehr gefallen und wir wurden fast täglich mit neuen Eindrücken und Erlebnissen überrascht. Wir freuen uns schon, wenn wir bald wieder kommen können und dann einen Roadtrip die komplette Küste herunter bis nach Mexiko machen können!

Auf dem Rückweg über Seattle nach Vancouver, sind wir durch den Ort Bellingham gefahren. Hier wohnt Mark mit seiner Familie. Wir haben sie vor einem halben Jahr auf der Insel Lombk in Indonesien getroffen. Nachdem wir uns mit dem Roller verfahren hatten, begegneten wir Mark mit seiner Familie an einem entlegenen Strand und haben es gemeinsam geschafft, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Die Tage danach haben wir uns gemeinsam ein Boot gemietet, welches uns auf’s Meer hinaus zu Riffen gefahren hat, an denen man gut surfen kann. Hier fanden wir tolle Wellen und konnten ein Surfabenteuer gemeinsam erleben. Wir erfuhren, dass Mark nahe Seattle lebt und nahmen uns vor, ihn auf unserer späteren Reise zu besuchen.

So verbrachten wir noch ein paar schöne Tage und konnten viel über die amerikanische Kultur und Sichtweisen lernen. Der Westen der USA tickt nämlich komplett anders, als zum Beispiel der Süden oder der Osten! Außerdem haben wir die Tage genutzt und uns eine DJI Mavic Air Drohne gekauft. Mit dieser werden wir bald hoffentlich atemberaubende Bilder aus der Luft machen können, um die Landschaft noch toller festhalten zu können! Wir sind schon ganz aufgeregt und nutzen jede Möglichkeit, um das Fliegen zu üben.

 

 

 

 

 

 

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