Von dem Yosemite Nationalpark fahren wir über das Death Valley nach Las Vegas. Für die 580 Kilometer lange Strecke haben wir eine Woche gebraucht und sind entspannt gefahren.

Die Strecke führt uns vom Yosemite über die Berge des Sierra Nevada und dem Death Valley nach Las Vegas

Nach dem Yosemite Nationalpark fahren wir über den Tioga Pass nach Lee Vining an den Mono Lake und erkunden kurze Zeit später in Mammoth Lakes die wunderbaren heißen Quellen.

Heiße Quellen in Mammoth Lakes, Kalifornien

In Mammoth Lakes und auch an der gesamten Strecke Richtung Death Valley grenzen die Berge des Sierra Nevada an. Die gesamte Strecke des Highways entlang haben wir eine spektakuläre Aussicht auf die in der Ferne liegenden Gipfel.

Diese wunderschöne Straße führt zu den heißen Quellen

Auf entsprechender Höhe findet man hier sogar schneebedeckte Gipfel, Gletscher und blaue Bergseen.

Big Pine Lake

Von der Big Pine Lake Wanderung haben wir vorher rein durch Zufall ein Bild gesehen und wollten diese unbedingt machen. Die Straße zum Startpunkt ist allerdings eine echte Herausforderung. Auf nur 17 Kilometern geht es über 1000 Höhenmeter hoch, die Straße ist also wirklich sehr steil. Wir haben dies früh morgens in Angriff genommen, denn am Tag kann es in dem Tal schon einmal ziemlich heiß werden. Langsam, aber erleichtert kommen wir oben an und parken auf dem Campingplatz. Dieser ist direkt neben dem Startpunkt der Wanderung.

Tobi hat sich durch die heißen Quellen etwas erkältet und möchte sich lieber im Auto ausruhen. Für mich steht somit fest, dass ich also alleine wandern muss. Die Wanderung zu den ersten drei Bergseen ist insgesamt 16 Kilometer lang und führt über 800 Höhenmeter den Berg hoch. Gut ausgerüstet mit warmen Klamotten, genügend Wasser nd Trinken und der Kameraausrüstung mache ich mich auf den Weg. Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl, alleine so weit zu wandern. Bisher waren wir immer zu zweit unterwegs. Auf dem Parkplatz ist sehr wenig los und auf dem Weg zu dem ersten See begegnen mir nur wenige Wanderer. Nach zweieinhalb Stunden Aufstieg komme ich bei dem ersten See an. Die drei Seen liegen inmitten einer wunderschöneen hochalpinen Landschaft und wie in Kalifornien fühle ich mich schon lange nicht mehr.

Am schönsten finde ich den zweitem See, der gezackte Berg erinnert mich etwas an Peru (nur von Bildern, da waren wir noch nicht.)

Der Tag alleine war sehr schön und entspannend, doch ich bin froh, als ich nach acht Stunden Wanderung mit einigen Pausen wieder das Auto erreiche. Es ist hier oben sehr kalt und wir müssen sogar unsere Gasheizung im Van anmachen um nicht zu frieren. Tatsächlich wird es in der Nacht minus zwei Grad.

Auf über 2000 Höhenmetern wird es hier sehr kalt

Alabama Hills

Am nächsten Tag fahren wir zu den bekannten Alabama Hills. In den Alabama Hills wurden schon allerlei Western-Filme gedreht und auch wir fühlen uns hier wie im wilden Westen. Da dieses Gebiet BLM-Land ist (public Land), kann man hier sogar frei campen. Auswahl und Platz gibt es hier genügend.

Die nächste Stadt ist weit entfernt und die Lichtverschmutzung somit sehr gering. Die Gegend ist eine der dunkelsten Gebiete weltweit. Zwei Stunden sitzen wir spätabends draußen und bestaunen die Milchstraße. So gut haben wir sie zuletzt in Australien gesehen. Wir haben sogar einige Sternschnuppen gesehen!

Auf zum Death Valley

Von den Alabama Hills geht es nach Lone Pine, von hier führt die Straße in das Death Valley, dem Tal des Todes.

Die Straße zum Death Valley

Gerade einladend ist der Name nicht und wir wissen nicht ganz, ob wir uns freuen sollen oder nicht. Wir haben in den letzten Wochen das Wetter beobachtet um eine halbwegs kühle Phase zu erwischen. Das Death Valley selbst erkennt man ziemlich gut an der steigenden Temperaturanzeige im Auto. Die klettert nämlich ab einem bestimmten Punkt rasant in die Höhe. Wir wissen gar nicht genau, wo das Death Valley denn anfängt. Hinter diesem Berg? Oder hinter dem nächsten?

Der Name klingt nicht sehr einladend

Es geht noch einmal bergauf und anschließend ein gutes Stück bergab. Vor unseren Augen liegt ein riesiges Tal. Das muss das Death Valley sein, denken wir. Komischerweise führt die Straße aber einmal quer durch das Tal rüber und führt auf einen hohen Berg hinauf. Komisch. Mit einem etwas schlechten Gefühl fahren wir den Berg hoch, die Temperatur wird immer wärmer und die von unserem Motor auch. Kein Wunder, denn draußen ist es echt heiß und dieser Berg ist verdammt lang und steil. Wir machen auf der Hälfte eine Pause und fahren nach zwei Stunden weiter. Neben uns hält schon der Ranger und fragt, ob alles okay ist und ob wir genügend Wasser haben.

Hier möchte man nicht liegen bleiben

 

Mesquite Sanddünen

Obwohl das Death Valley nur wenige hundert Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt liegt, ist es eine der trockensten Gegenden auf der gesamten Erde – und einer der heißesten Orte, es werden gut und gerne mal 56 Grad.

Die Schilder warnen uns vor der Hitze

Wir fahren an den Mesquite Sanddünen vorbei und weiter zu dem Visitor Center.

Die Mesquite Sanddünen im Tal des Todes

Badwater Basin, der tiefste Punkt der USA

Am Visitor Center beschließen wir kurzfristig noch schnell zu dem Badwater Basin zu fahren. Das Badwater Basin ist der tiefste Punkt der USA und befindet sich mit einer Höhe von 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel. Vor 3000 Jahren war hier noch ein tiefer See, heute findet man hier eine Salzwüste mit interessanten Strukturen auf dem Boden.

Auf dem Schild an der Berhwand hängt ein Schild mit „Sea Level“, dort befindet sich also der Meeresspiegel. Durch die tiefe Lage und die hohen Bergketten war die Sonne hier schneller verschwunden als gedacht.

Wir fahren zurück zu dem Campingplatz, welcher direkt neben dem Visitor Center liegt. Mit der Hitze und Trockenheit reicht es  uns schon und am nächsten Morgen möchten wir das Death Valley wieder verlassen. Viele Sehenswürdigkeiten sind nur auf Schotterstraßen erreichbar oder haben eine Größenbeschränkung für das Fahrzeug.

Zabriskie Point

Am nächsten Morgen ist es schön kühl und wir fahren noch an dem Zabriskie Point. Von dort hat man eine faszinierende Aussicht.

Ein wunderbares Farbspiel am Zabriskie Point

Der Zabriskie Point besteht aus einer hügeligen Erosionslandschaft aus versteinerten Sedimenten eines vor 5 Millionen Jahren ausgetrockneten Sees. Diese Hügel bestehen aus den verschiedensten Farben wie gelb, grau und braun.

Wir verlassen das Death Valley und fahren durch eine einsame Landschaft weiter, vorbei an einsamen und etwas trostlosen Dörfern.

Wir schlafen 50 Kilometer vor Las Vegas auf einem Platz in der Wüste, umgeben von Joshua Trees. Die Aussicht hier ist wirklich verrückt.

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Las Vegas.

Am nächsten Tag hat Tobi Geburtstag und wir beginen den Tag mit einem Stück Kuchen unter den Palmen. Irgendwie sehen sie aber auch aus wie Kakteen? Weiter fahren wir nach Las Vegas!

Die Fahrt von dem Yosemite Nationalpark über Die Berge des Sierra Nevada und dem Death Valley nach Las Vegas war sehr abwechslungsreich und hat uns gefallen. Auf diesem Abschnitt sieht man schneebedeckte Berge und blaue Bergseen, heiße Quellen, Salzseen und Wüste.

4 Comments

  1. Brigitte Liebau Reply

    Sehr beeindruckende Landschaftsaufnahmen, die karge Landschaft, unterschiedliche Bergmassive…. wunderschön!

    • imke.liebau Reply

      Danke für das Lob, uns hat die Gegend auch sehr gut gefallen! 🙂

  2. Wow, so ein schöner Trip! Ich war mal im Death Valley, aber all die anderen Stops sehen auch atemberaubend aus! Ist euer Motor denn von alleine wieder abgekühlt? 😀 Das Problem hatten wir in Australien auch einige Male, allerdings nie in solcher Abgeschiedenheit 😀
    Liebe Grüße, Hannah

    • imke.liebau Reply

      Hey Hannah,
      das Death Valley ist wirklich ein spezieller Ort! Unser Motor ist glücklicherweise auch wieder recht schnell angekühlt und so konnte es dann weiter gehen. Dort möchte man ja wirklich nicht bei 40 Grad liegen bleiben! Liebe Grüße, Imke 🙂

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