Heute geht es um die Wandverkleidung bei unserem Wohnmobil Ausbau. Nachdem die Rostentfernung, das Einsetzen der Fenster sowie das Dämmen und unzählige Kleinarbeiten sehr zeitintensiv waren, sind wir jetzt froh, dass es richtig voran geht.

Verschiedene Möglichkeiten für die Wandverkleidung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wandverkleidung im Camper zu gestalten. Sperrholzplatten, Filz, Profilholz oder Stoff. Die Auswahl ist groß! In unserem Van in Neuseeland haben wir einen schönen bunten Sarong an der Wand aufgehangen. In unserem letzten Van in Australien waren die Wände mit Sperrholzplatten verkleidet. Wir wissen schon lange, wie unser Van aussehen soll und die Entscheidung, Profilholz aus Fichte anzubringen, ist schon vor langer Zeit getroffen. Wir finden das Holz gibt dem Wohnraum von unserem zukünftigen Camper ein schönes und gemütiches Aussehen. Mit einem Sarong möchten wir ihn aber zusätzlich auch noch verschönern.

Vor,- und Nachteile von Profilholz als Wandverkleidung beim Wohnmobil

Das sogenannte Nut und Feder Profilholz ist einfach anzubringen und mit einer Stärke von 1,25cm auch schön dünn. Die Nut und Feder-Konstruktion kann sich gut an die Rundung vom Kastenwagen anpassen und nutzt somit den vorhandenen Raum bestens aus.

Der größte Nachteil ist wohl das hohe Gewicht, aber das nehmen wir einfach mal mutig in Kauf. In unserem Fall (Mercedes Sprinter L3H2) haben wir für die Wandverkleidung rund 100kg für unsere Wände und die Decke verbraucht. Eine Wandverkleidung aus dünnen Sperrholz wäre deutlich leichter, aber uns gefällt die Optik daran einfach nicht. Das Schöne bei einem Selbstausbau ist ja, dass jeder selber entscheiden kann, wie er was einbaut. Wir haben gehört, dass so manche TÜV Prüfer etwas gegen das Nut und Feder Holz beim Wohnmobilausbau hat und einem so nicht die Umschreibung zum Wohnmobil unterschreibt. Dies liegt an der Splittergefahr von Vollholz im Falle eines Unfalls. Unser Prüfer hat allerdings nichts dagegen. Das Risiko muss jeder für sich selbst abwägen.

Einkauf für die Wandverkleidung

  • Profilholz
  • Latten für die Unterkonstruktion (17*36mm)
  • Akkuschrauber
  • Selbstschneidende Blechschrauben um die Latten auf den Holmen zu befestigen
  • 4*125 Spax Schrauben um das Profilholz mit den Latten zu verbinden
  • Kegelsenker
  • Stichsäge*
  • Säge

Während unseres Van Ausbaus haben wir alle Kosten in einer großen Teileliste festgehalten. Dort haben wir wirklich ALLES eingetragen, von der Tankhalterung bis hin zu unserer Dieselstandheizung ist alles dabei. Du kannst sie dir hier kostenlos runterladen.

Teileliste hier runterladen 

Einbau der Wandverkleidung im Wohnmobil

Unterkonstruktion anfertigen

Nachdem wir die Wände mit Armaflex gedämmt haben, wollten wir also mit unserer Innenverkleidung weiter machen. Dafür benötigen wir erst einmal ein Grundgerüst, woran wir unsere Bretter verschrauben können. Für die vielen Nut und Feder Bretter werden wir sehr viele Schrauben verbrauchen. Damit wir nicht jede Schraube in die Blechwand unseres Kastenwagens bohren müssen, möchten wir an den Holmen ein Holzgerüst bauen.Da wir auf die Holme schon 9mm Armaflex geklebt haben, konnten wir nun nicht mehr sehen, wo sich Löcher befinden. Das konnte man nur noch erfühlen und manchmal habe wir trotzdem in’s Leere gebohrt. Ohne Armaflex wäre das auf jeden Fall einfacher gewesen, aber wir wollten auf den Holmen auch isolieren.

Elektrik verlegen

Nachdem unsere Unterkonstruktion an den Wänden, oder besser gesagt auf den Holmen war, ging es mit der Elektrik weiter. Die muss nämlich unter die Wandverkleidung. Wir mussten uns also schon im Voraus überlegen, an welchen Stellen wir welche Lampen einbauen möchten. Wir haben uns für zwei hell-weiße LED Leuchten sowie für sechs LED Leuchten in einem warm-gelben Licht entschieden. Außerdem möchten wir zwei USB Ladestationen neben dem Bett einrichten, wo wir unsere Handys laden können oder eine USL-Lichterkette anschließen können.

HDF Platten als Wandverkleidung für den unteren Teil

Für den unteren Teil unserer Wand bis zu einer Höhe von 60cm entscheiden wir uns für HDF Platten. Diese Fläche wird komplett von unseren Möbeln verdeckt sein und so lohnt es sich nicht, dort das schwere Profilholz zu verbauen. Weil wir die Fläche aber auch nicht leer lassen wollen, so dass man dahinter unsere Isolierung sieht, entscheiden wir uns für HDF Platten. Pappelsperrholzplatten hätten es aber genauso gut getan. Die HDF Plattem haben wir an der Unterkonstruktion an unseren Holmen befestigt. Nur bei den Radkästen war es etwas schwer, dort mussten wir die Rundung an das Holz anpassen.

Nut und Feder Profilholz

Das Profilholz haben wir einfach an den Unterkonstruktionslatten befestigt. Dafür haben wir 4*125 Spax Schrauben verwendet. Damit das Holz nicht splittert, haben wir die Löcher vorgebohrt. Mit Hilfe eines Kegelsenkers kann man die Schrauben gut im Holz versenken. Bei den Fenstern haben wir einen Rahmen angefertigt auf gleicher Höhe von den Holz auf den Holmen, auf dem wir dann das Profilholz befestigen.

Lampen anpassen

An den Stellen, wo unsere Beleuchtung hinkommt, haben wir mit einem ein passendes Loch in ein Brett gebohrt und dort die Leuchte eingesetzt. Einige Lampen kommen bei uns unter die Hängeschranke. Dort haben wir dann ein Loch in die Wabndverkleidung gebohrt, wo die Kabel durchpassen und später können wie sie dann einsetzen.

Fazit zur Wandverkleidung aus Profilholz beim Wohnmobil Ausbau

Wir haben zwei Tage gebraucht, um unsere Unterkonstruktionslatten an den Holmen zu verschrauben und einen halben Tag, um die Elektrik unter der eigentlichen Wandverkleidung zu verlegen. Weitere zwei Tage lang haben wir das Profilholz an unseren Wänden sowie an unserer Decke angebracht. Das Schöne ist, dass man richtig schnell Erfolge sieht. Das wurde für uns auch mal Zeit, denn bei der Rostentfernung und bei dem Dämmen hat man nicht so ein Erfolgserlegbnis gegabt. Wir sind mit dem Aussehen von unserer Innenverkleidung richtig zufrieden und finden es total schön!

Hier geht es zu unserem YouTube Video über unsere Wandverkleidung:

 

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